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Pflanzenbiotechnologie setzt Wachstumskurs fort / Die Welt baut aus - Europa bleibt zurück
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08.02.2012, 11:01 Uhr, Wissenschaft & Technologie
Seit der ersten kommerziellen Nutzung im Jahr 1996 hat sich die Pflanzenbiotechnologie weltweit zu einem wichtigen Bestandteil der Landwirtschaft entwickelt. Dr. Stefan Marcinowski, Vorsitzender der Deutschen Industrievereinigung Biotechnologie (DIB), kommentiert: "Während viele Länder von den Vorteilen der Pflanzenbiotechnologie profitieren, verspielen Deutschland und Europa leider ihre Chancen." Laut den ISAAA-Zahlen stieg zwar die Anbaufläche mit gentechnisch verändertem Mais 2011 europaweit auf rund 114.490 Hektar. Dieses Wachstum fand aber nur in Spanien und Portugal statt, wo zumindest bei Mais Landwirte echte Wahlfreiheit für die Nutzung gentechnisch veränderter Nutzpflanzen haben. Für Deutschland und die Mehrheit der europäischen Staaten trifft das nicht zu. Marcinowski: "Politik und Gesellschaft müssen sich bewusst sein, welche Konsequenzen es hat, wenn High-Tech-Berufe abwandern, weil Emotionen anstelle von Wissenschaft Grundlage für Entscheidungen werden."
Die DIB ist die Biotechnologievereinigung des Verbandes der Chemischen Industrie e.V. (VCI) und seiner Fachverbände.
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