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Börsen-Zeitung: Wenn Logik Probleme schafft, Kommentar zum Zusammenschluss des Bergbaukonzerns Xstrata mit dem Rohstoffhändler Glencore, von Martin Dunzendorfer.
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07.02.2012, 20:10 Uhr, Wissenschaft & Technologie
Bislang verdient Glencore ihr Geld ganz überwiegend mit dem An- und Verkauf von Rohstoffen. Der Handel gilt aber als margenschwach. Xstrata ist als klassische Minengesellschaft u.a. führend in der Produktion von Kraftwerkskohle, Zink und Ferrochrom. Das Geschäft wirft hohe Renditen ab, ist aber volatil, weil konjunkturabhängig.
Die Verschmelzung der beiden Rohstoffkonzerne hat also aus Sicht von innen durchaus ihren Charme. Wäre da nur nicht der Argwohn der Konkurrenz. Aus den gleichen oder ähnlichen Gründen, mit denen Xstrata und Glencore für ihre Fusion werben, dürften Branchenriesen auf Produzentenseite wie BHP Billiton, Rio Tinto, Vale und Anglo American künftig ihre Rohstoffe lieber durch Rivalen von Glencore absetzen lassen, etwa die beiden schweizerisch-niederländischen Konzerne Trafigura und Vitol und die amerikanische Cargill. Schließlich bleibt Xstrata ein Rivale, gegen den es zu punkten gilt. Allein durch ein Angebot von Rohstoffen an Glencore würde aber Xstrata wertvolle Informationen über die Wettbewerbslage erlangen. Und wer stellt schon gern vertrauliche Daten der Konkurrenz zur Verfügung? So wird die "industrielle Logik" auch beträchtliche Probleme schaffen. Noch mehr, wenn andere Rohstoffproduzenten dem Vorbild folgen und sich mit Händlern zusammentun. Die Glencore-Rivalen Trafigura und Vitol sind noch in privater Hand.
(Börsen-Zeitung, 8.2.2012)
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