Startseite / Wissenschaft & Technologie / Börsen-Zeitung: Tummelplatz für Kriminelle, Kommentar zum Umbau des Frankfurter Freiverkehrs durch die Deutsche Börse, von Christopher Kalbhenn.
Börsen-Zeitung: Tummelplatz für Kriminelle, Kommentar zum Umbau des Frankfurter Freiverkehrs durch die Deutsche Börse, von Christopher Kalbhenn.
Drucken
06.02.2012, 20:55 Uhr, Wissenschaft & Technologie
Der Deutschen Börse ist zuzugestehen, dass das Segment in den beiden zurückliegenden Jahren in einer kaum vorherzusehenden Dimension zur Zielscheibe organisierter Kriminalität geworden ist. Dennoch ist unübersehbar, dass die Schwächen des First Quotation Board wie eine Einladung wirken mussten. Bände spricht die Werbung eines Beratungsunternehmens, das ein Listing in Frankfurt als im Vergleich zum amerikanischen OTCBB (Over The Counter Bulletin Board) vorteilhaft anpreist, weil der US-Zentralverwahrer Depository Trust & Clearing Corporation (DTCC) nur Emittenten akzeptiere, die einen Jahreserlös von wenigstens 100000 Dollar nachweisen. Ein Unternehmen müsse real sein und dürfe keine Hülle sein, um von der DTCC akzeptiert zu werden, ein Problem, das es an der Frankfurter Börse nicht gebe.
Darauf hat allerdings nicht nur die Frankfurter Börse zu achten. Auch die Regionalbörsen, die bisher verschont geblieben sind, weil sie weniger prominent sind, müssen nun etwaige Ausweichreaktionen im Auge behalten. Eine Illusion wäre es allerdings zu glauben, dass dem organisierten Anlagebetrug damit beizukommen ist. Wenn es den Börsen gelingt, ihre Plattformen so zu gestalten, dass Manipulationen, wie sie in den zurückliegenden Jahren zu beobachten waren, nicht mehr möglich sind, werden sich die Kriminellen andere Tummelplätze suchen.
(Börsen-Zeitung, 7.2.2012)
Pressekontakt: Börsen-Zeitung Redaktion Telefon: 069--2732-0 www.boersen-zeitung.de
Autor / Kontakt:
Börsen-Zeitung
Übermittelt von: news aktuell GmbH
URL: http://www.presseportal.de
Börsen-Zeitung
Übermittelt von: news aktuell GmbH
URL: http://www.presseportal.de
Hinweis:
Offenes-Presseportal.de distanziert sich ausdrücklich vom Inhalt dieser Pressemeldung/dieses Artikels. Die Meldung gibt nicht die Meinung von Offenes-Presseportal.de wieder und somit ist Offenes-Presseportal.de nicht für die Richtigkeit des Inhalts haftbar, sondern der Urheber der Pressemeldung/des Artikels. Sollte die obige Meldung Rechte jeglicher Art verletzen, bitte kurze Email schicken an service[at]affective.de, wir löschen diese Meldung dann unverzüglich.

