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Drucken 31.10.2011, 16:14 Uhr, Vermischtes
Mainz (ots) - Thema: Arm trotz Arbeit: Brauchen wir den Mindestlohn?

Sind 3,50 Euro Stundenlohn gerecht? Ja, sagt die Bundesregierung. Zumindest im Koalitionsvertrag, in dem gesetzliche Mindestlöhne ausgeschlossen werden. Am Wochenende der Schwenk: Nach der Abschaffung der Wehrpflicht und dem Ausstieg aus der Atomkraft wirft Angela Merkel jetzt ein weiteres innenpolitische Tabu der Union über Bord. Ab jetzt gilt: Kein gesetzlicher Mindestlohn, aber eine von den Tarifpartnern ausgehandelte Lohnuntergrenze. Das kostet Arbeitsplätze, schreien die Arbeitgeberverbände. Mehr Lohn schafft nicht mehr Gerechtigkeit, sondern vernichtet Jobs. Doch Merkel schmust weiter mit den Gewerkschaften und will über den Kursschwenk der Union beim Leipziger Parteitag in zwei Wochen abstimmen lassen. Brauchen wir einen gesetzlichen Mindestlohn? Oder ist es das falsche Instrument? Müssen wir uns damit abfinden, dass die Schere zwischen Arm und Reich immer größer wird?



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