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ZDF plant neues Programmschema für seinen digitalen Infokanal / Schwerpunkte Tagesaktualität, Zeitgeschichte, Dokumentation, Europa und Service / Neue Formate schlagen Brücke zur Netzgemeinde
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17.06.2011, 12:41 Uhr, Vermischtes
"ZDFinfo" schlägt eine Brücke in die Welt der politischen Diskussion und Meinungsbildung im Internet. Über Sendungen, die in enger Ab¬stimmung mit den Online-Angeboten des ZDF gezielt diese Debatten aufgreifen und zur aktiven Teilnahme einladen, soll "ZDFinfo" einen Beitrag zur Politikvermittlung in moderner, zukunftsweisender Form leisten.
Seit dem 1. September 2007 sendet der "ZDFinfokanal" in einem Pro¬grammschema, das weitgehend die Abkehr von Wiederholungs-Schleifen früherer Prägung vollzogen hat. Durch die "heute100sec"-Nachrichten täglich zwischen 8 und 20 Uhr wurde das Nachrichten¬angebot des ZDF komplettiert. Darüber hinaus wurden neue Formate, die verstärkt jüngere Zielgruppen ansprechen, sowie neue kosten¬günstige Produktionsweisen erprobt. Auf dem Feld crossmedialer Pro¬gramme, die die Plattformen Internet und Fernsehen verbinden, hat der Digitalkanal mit den Formaten "Wahl im Web" und "Erst fragen, dann wählen" in den zurückliegenden beiden Jahren intensive Ent¬wicklungsarbeit geleistet.
Crossmedialität und Interaktivität sind auch die Markenkerne des neuen "ZDFinfo". Sendungen, die die Diskussionskultur im Internet - vor allem auf den sozialen Plattformen - aufnehmen, sollen das Profil von "ZDFinfo" stärker prägen. Der interaktive Polit-Talk "log in" disku¬tiert wöchentlich, jeweils mittwochs um 21.45 Uhr, Themen, die im po¬litisch-kommunikativen Diskurs im Internet eine wichtige Rolle spielen. Und: Einmal pro Woche stellen sich die Macher der "heute"-Sendung im neuen Format "heute plus" den Zuschauern und Nutzern.
Die Grenzen der Themenaufbereitung zwischen Fernsehen und Inter¬net zerfließen zunehmend. Der "Elektrische Reporter" wird weiter entwickelt und wird im Fernsehen Themen aus der Netzwelt aufneh¬men. Als crossmediale Innovation wird ein neues Format unter dem Arbeitstitel "My Info" entwickelt. Darin werden aus den am meisten geklickten oder am besten bewerteten Videos der ZDFmediathek Sen¬dungen für "ZDFinfo" zusammengestellt. Der Nutzer wird damit zum Programmgestalter.
Dokumentationen zu zeitgeschichtlichen Themen gehören zu den Sendungen mit der höchsten Zuschauerakzeptanz des bisherigen "ZDFinfokanals" - gerade auch jüngerer Zuschauergruppen. Mit je¬weils zwei Dokumentationen täglich im Hauptabendprogramm wird "ZDFinfo" dieses Angebot zu einem Profil bildenden Schwerpunkt aus¬bauen.
Einen neuen Schwerpunkt setzt "ZDFinfo" in der Europaberichterstat¬tung. Der großen Bedeutung Europas für das politische und gesell¬schaftliche Leben soll ein neues wöchentliches Magazin Rechnung tragen. Dieses Magazin soll jeweils ein herausragendes europäisches Thema in den Blick nehmen und von verschiedenen Seiten beleuch¬ten. Im Umfeld des Europamagazins sollen regelmäßig weitere euro¬päische Akzente gesetzt werden, mit informativen, aber auch leichte¬ren Angeboten zur Lebenswirklichkeit und zum Zeitgeschehen in den Staaten der europäischen Union. Dies können Städteporträts, Repor¬tagen und Dokumentationen sowie Ausgaben der "Life und Style"-Reihe aus europäischen Metropolen sein.
Im Bereich Service setzt "ZDFinfo" wie bisher vor allem auf eine strukturierte Bündelung bestehender verbrauchernaher Service¬the¬men. So entsteht im Programmschema von "ZDFinfo" wochentags um 19.45 Uhr eine "WISO-Leiste", die mit den Einzelformaten "WISO Recht", "WISO Technik", "WISO Umwelt", "WISO Leben" und "WISO Geld" an jedem Werktag einen anderen Service-Aspekt betont.
Über Sportereignisse wird der Infokanal wie bisher fallweise und zeit¬lich begrenzt berichten. Hierzu gehören die Olympischen Spiele und Übertragungen von ausgewählten Meisterschaften in verschiedenen Sportarten zusammen mit dem Hauptprogramm.
Bestimmen herausragende Ereignisse über einen längeren Zeitraum die Nachrichtenagenda, so wird "ZDFinfo" das bereits bei den Um¬brüchen in den nordafrikanischen Staaten oder der atomaren Katastrophe in Japan bewährte Konzept weiterverfolgen, das Sende¬signal eines Partnerkanals aus dem entsprechenden Land zu über¬nehmen und von Dolmetschern und erfahrenen ZDF-Journalisten übersetzen und kommentieren zu lassen. Die Erfahrungen hätten ge¬zeigt, dass diese langen Übernahmen aus den betroffenen Ländern eine besondere Intensität hätten, erläuterte ZDF-Intendant Schächter im Fernsehrat.
Alle Planungen für eigene Formate von "ZDFinfo" folgen dem Grund¬satz, enge Synergien mit dem ZDF-Hauptprogramm herzustellen. Die redaktionelle Verantwortung liegt daher in aller Regel in den Fach¬redaktionen der ZDF-Chefredaktion, die künftig zusätzlich zu ihren Aufgaben für das Hauptprogramm auch Sendungen für "ZDFinfo" ver¬antworten werden.
Pressekontakt: ZDF-Pressestelle Telefon: +49-6131-70-12121 Telefon: +49-6131-70-12120
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