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ZDF-Programmhinweis / Mittwoch, 23. November 2011, 22.45 Uhr / ZDFzoom / Angst ums Geld / Wer hat Schuld am Eurochaos? / Film von Karl Hinterleitner, Rainer Laska, Christian Rohde
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07.11.2011, 17:00 Uhr, Vermischtes
Die ZDFzoom-Autoren begeben sich auf Spurensuche, reisen zu den Schauplätzen der Krise und stellen fest: Es gibt Gewinner und Verlierer der Krise. Sie stellen die Frage: Wer hat Schuld am Eurochaos?
Griechenland liegt aber auch mitten in Deutschland. Tausende Bürgermeister kämpfen gegen die Pleite, müssen Personal entlassen, Schwimmbäder schließen, an allen Ecken sparen. Städte und Gemeinden haben ähnlich hohe Schulden wie die Südeuropäer. Mit komplizierten Zinssicherungsgeschäften versuchen sie die Zinslast zu reduzieren, gehen dabei aber ein hohes Risiko ein. Häufig sind die Banken die Gewinner, und die Gemeinden machen Verlustgeschäfte. Jetzt stehen sie mit zig Millionen Euro Schulden da. Die ZDFzoom-Autoren fragen die Verantwortlichen: Warum sind solche riskanten Spekulationen zugelassen worden? Wer hat davon profitiert?
In Spanien treffen die Autoren einen Baulöwen. Der Millionär erklärt, dass jahrelang auch deutsches Geld in den Bau von Häusern und Hotels geflossen ist. Spanische Banken und Sparkasse haben sich dafür Geld von deutschen Kreditinstituten, Fonds und Versicherungen geborgt. In der Schuldenkrise garantiert der Staat die Risiken, und dadurch trifft es letztlich auch den deutschen Steuerzahler. Die Autoren zeigen, wie das Geld deutscher Sparer nach Spanien geflossen ist.
Welche Rolle spielen dabei Banken und Rating-Agenturen? In New York treffen die Autoren einen ehemaligen Vorstand der weltgrößten Rating-Agentur Moody's. Er erzählt wie Gutachten manipuliert wurden, um Gewinne zu sichern. Klare Worte auch vom legendären Finanzinvestor George Soros: Die Politik habe versagt bei der Regulierung der Finanzmärkte und in der Euro-Krise.
Dabei trifft die Krise die Menschen in Griechenland besonders hart. Die ZDFzoom-Autoren treffen einen Unternehmer, der dringend Geld braucht für Investitionen. Obwohl sein Betrieb trotz Krise gut läuft, geben griechische Banken ihm keinen Kredit. Ärzte in den Krankenhäusern bekommen kein Gehalt mehr. Patienten werden nach Hause geschickt, die Medikamente gehen aus. Im griechischen Alltag hilft der Rettungsschirm wenig.
Wohin fließen die Milliarden aus Europa? Das Fazit der Autoren: Die Verursacher und Profiteure der Krise sind nach wie vor fein raus. Ihr Vermögen wird nicht angetastet, sie konnten ihren Besitz vor dem Zugriff des Staates in Sicherheit bringen.
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