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ZDF-Intendant: Wissen wird Gewinner der Medienrevolution/ / 44. Mainzer Tage der Fernsehkritik
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21.03.2011, 11:06 Uhr, Vermischtes
Der moderne Mensch sei zwar in seinem Emanzipationsstreben in eine neue Abhängigkeit der digitalen Technik geraten. Dadurch sei Wissen in so großen Mengen erhältlich, "dass es den Einzelnen hilfloser als klüger macht". Spiel, soziale Kommunikation und Kommerz stünden im Zentrum der so genannten Neuen Medien. "Wissensinhalte laufen am Rande mit - und dennoch können sie ein Gewinner dieser Medienrevolution sein", sagte der ZDF-Intendant. Das ZDF als öffentlich-rechtlicher Medienproduzent bewege die Frage: Wie wird aus der Fülle an Information das Wissen, das die Menschen tatsächlich emanzipiert? "Wenn die Medien die Menschen nicht zum Handeln und Urteilen befähigen, bleibt unsere Wissensgesellschaft eklatant unter ihren Möglichkeiten", so Schächter.
Schächter wies in diesem Zusammenhang auf den wachsenden Erfolg des Wissenschaftsprogramms "Terra X" sowie der 20-teiligen ZDF-Reihe "Die Deutschen" hin, die von überdurchschnittlich vielen jungen Menschen nachgefragt würden. Der Intendant kündigte außerdem eine neue ZDF-Reihe "Das Schwert Gottes" über den Heiligen Krieg zwischen der christlichen und der islamischen Kultur an, die das ZDF im August 2011 zeigen will. "Wenn wir dabei unsere Zuschauer emotional einbeziehen, ist es durchaus möglich, Schneisen des Wissens in den Dschungel der Information zu schlagen", sagte Schächter.
Einer der Gäste der diesjährigen Mainzer Tage der Fernsehkritik, die am Dienstag, 22. März 2011, enden, ist Margot Käßmann. Die Gastprofessorin für Ökumene und Sozialethik an der Ruhr-Universität Bochum spricht zum Thema "Das Bedürfnis nach Verlässlichkeit in unübersichtlichen Zeiten". Weitere Themen der Mainzer Tage mit zahlreichen Medienschaffenden und -experten sind etwa Fangemeinschaften im Fernsehen, Radio und Netz oder die Frage "Was bleibt vom Bildungsfernsehen?".
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