Startseite / Vermischtes / Rauchen zerstört den Urwald und verbreitet Umweltgifte / Krebsforscherin: "Zigarettenstummel sind Sondermüll"
Rauchen zerstört den Urwald und verbreitet Umweltgifte / Krebsforscherin: "Zigarettenstummel sind Sondermüll"
Drucken
06.10.2011, 10:45 Uhr, Vermischtes
Das kleine Malawi ist der fünftgrößte Tabakproduzent der Welt und steht beispielhaft für die Naturzerstörung durch den Tabakanbau, die auch in zahlreichen anderen afrikanischen Ländern stattfindet. Rund 85 Prozent der weltweiten Tabakproduktion stammen aus Entwicklungs- und Schwellenländern.
Da es in den afrikanischen Anbauländern meist an Transportnetzen und Geld für Gas, Öl und Kohle fehlt, werden knapp 62 Prozent der weltweit geernteten Tabakblätter mit Holz getrocknet. Nach Angaben des Deutschen Krebsforschungszentrums sind mehr als acht Kilo Holz nötig, um ein Kilo des hellen Virginia-Tabaks zu trocknen. In Malawi werden dafür vor allem die harten und gut brennbaren Urwaldbäume gerodet.
In einer Stellungnahme gegenüber dem Greenpeace Magazin, verweist der "Marlboro"-Hersteller Philip Morris auf große Wiederaufforstungsprogramme. Seit 2001 seien im Auftrag des Unternehmens mehr als 75 Millionen Bäume in Malawi gepflanzt worden. Nach eigenen Angaben ist Philip Morris Hauptabnehmer von Tabak aus dem ostafrikanischen Land.
Doch Umweltschäden verursacht nicht nur der Tabakanbau. Die Filterkippen, die nach dem Rauchen übrig bleiben, enthalten zahlreiche Giftstoffe aus dem Zigarettenrauch. Nach Angaben des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) reicht schon ein Zigarettenstummel, um 40 Liter Grundwasser zu verunreinigen. "Die toxischen Zigarettenkippen müssten als Sondermüll behandelt werden", fordert daher Martina Pötschke-Langer vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg.
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:
Redaktion Greenpeace Magazin Kurt Stukenberg Telefon: 040 808 12 80 86 /-80 E-Mail: kurt.stukenberg@greenpeace-magazin.de Internet: www.greenpeace-magazin.de
Autor / Kontakt:
Greenpeace Magazin
Übermittelt von: news aktuell GmbH
URL: http://www.presseportal.de
Greenpeace Magazin
Übermittelt von: news aktuell GmbH
URL: http://www.presseportal.de
Hinweis:
Offenes-Presseportal.de distanziert sich ausdrücklich vom Inhalt dieser Pressemeldung/dieses Artikels. Die Meldung gibt nicht die Meinung von Offenes-Presseportal.de wieder und somit ist Offenes-Presseportal.de nicht für die Richtigkeit des Inhalts haftbar, sondern der Urheber der Pressemeldung/des Artikels. Sollte die obige Meldung Rechte jeglicher Art verletzen, bitte kurze Email schicken an service[at]affective.de, wir löschen diese Meldung dann unverzüglich.

