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"Mein Vater sitzt im Knast": ZDF-Dokumentation über Kinder von Strafgefangenen
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20.05.2011, 14:42 Uhr, Vermischtes
Die ersten Schritte, die Einschulung, der erste Freund, der 18. Geburtstag - viele wichtige Ereignisse im Leben ihrer Kinder bekommen Väter, die im Gefängnis sitzen, nicht mit. Sie sind nicht da, wenn sie gebraucht werden. Ihre Söhne und Töchter erleben sie als schwach, fehlbar und von der Gesellschaft geächtet. Sie schämen sich, sind verunsichert und werden oft noch von ihrer Umwelt ausgegrenzt. Sie werden quasi mit in Haft genommen. Die Autoren der "37°"-Dokumentation, Clara Walther und Alessandro Nasini, mussten lange suchen, bis sie Kinder fanden, die bereit waren, über das Leben mit ihren kriminellen Vätern zu sprechen.
Fionas Vater saß sieben Jahre lang in einem Gefängnis in Bochum. Er hatte geklaut, um Drogen zu kaufen. Seit zwei Jahren ist er wieder draußen. Die heute 19-jährige Fiona und ihre Mutter standen zu ihm, warteten auf ihn, glaubten an ihn. Doch sie wurden ständig enttäuscht. Trotz aller Versprechungen wurde er immer wieder straffällig, und das heranwachsende Mädchen musste se¬hen, wie sie ohne ihn zurechtkam. Wie zuverlässig ist jemand, der immer wieder in die Beschaffungskriminalität abrutscht? Wie lange wird er diesmal in Freiheit sein? Obwohl Fiona ihren Vater liebt, kann sie ihm nicht mehr vertrauen.
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