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"Lucy und der Tod" / ZDF-Reporter Matthias Franck ist "Unterwegs in der mörderischsten Stadt der Welt"
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21.03.2011, 13:09 Uhr, Vermischtes
"Wir sehen hier jeden Tag das Schlimmste unserer Gesellschaft. Aber wir alle wollen eine andere Stadt. Dafür arbeite ich und lasse nicht zu, dass die Mafia oder die Regierung mir das verbieten." Mutige Worte der Polizeireporterin Lucy Sosa, die seit 20 Jahren bei der Zeitung "El Diario" arbeitet. Für die Journalistin beginnt jeder Tag morgens mit der Recherche, wie viele Morde in den letzten 24 Stunden geschehen sind. Dann versucht sie noch vor der Absperrung durch die Bundespolizei am Schauplatz der Verbrechen zu sein. Während Matthias Franck und sein Team Lucy begleiten, werden an einem Tag 18 Menschen erschossen. Für die Reporterin ist das grauenvolle Routine. Auf einem neu angelegten Fußballplatz werden am frühen Abend sieben junge Leute beim Spielen gezielt hingerichtet. Ein Massaker vor den Augen von Zeugen, die aber alle schweigen - niemand will der Nächste sein. Weder die sofort angerufene Ambulanz, noch die Polizei sind an den Tatort gekommen, zu gefährlich ist das Viertel. Unerschrocken und immer vor Ort: Lucy Sosa. Sie ist eine Chronistin des Todes, eine Buchhalterin der Morde, die sie Tag für Tag in einen Kalender einträgt, weil die Behörde die Zahlen schönt. Vertrauen in Polizei und Justiz gibt es nicht. Es gibt Opfer, aber so gut wie keine gefassten Täter.
Gewalt und Hoffnungslosigkeit vertreiben inzwischen die Menschen aus der Stadt. Über 200 000 haben in den letzten Jahren Juárez verlassen, 15 000 Geschäfte sind geschlossen worden, und täglich werden es mehr. Wer bleibt, sind vor allem die, die Geschäfte machen wollen mit Drogen, die auf dem US-Markt ein Tausendfaches wert sind. Ein Markt, der die beiden Kartelle in Juárez zu ihrem mörderischen Geschäft antreibt.
Fotos sind erhältlich über den ZDF-Bilderdienst, Telefon: 06131 - 70-16100, und über http://bilderdienst.zdf.de/presse/lucyunddertod
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