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Lokführerschein ohne Ausbildung / ZDF-Magazin "WISO" deckt Sicherheitslücke auf
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12.09.2011, 11:57 Uhr, Vermischtes
"Kindheitstraum Lokführer", mit solchen Schlagworten werben auch private Weiterbildungsinstitute für Schnellkurse in sechs bis zehn Monaten zum Triebfahrzeugführer. Bei der Deutschen Bahn dagegen dauert die Ausbildung drei Jahre. Die Ausbildung zum Lokomotivführer in privaten Weiterbildungsinstituten ist sehr teuer, wird aber oft von den Arbeitsagenturen über Bildungsgutscheine finanziert. "WISO" deckt mit versteckter Kamera fragwürdige Ausbildungsstandards bei einer Lokfahrschule auf: Der "WISO"-Redakteur wurde ohne Probleme zur Ausbildung zugelassen, obwohl ihm die geforderte technische Berufsausbildung fehlte und er im Aufnahmetest große Lücken im mathematischen und technischen Bereich aufwies.
Sven Grünwoldt (GDL) erklärt dazu in "WISO": "Wir erleben das immer wieder, dass diese Unternehmen scheinbar nur einem einzigen Ziel unterliegen, und das ist das Abgreifen von Fördergeldern der Bundesagentur, um Lokomotivführer ausbilden zu können."
Das Eisenbahnbundesamt (EBA) in Bonn, das Ausbildungsbetriebe offiziell anerkennen muss, weist in einer Stellungnahme jede Kritik von sich: "Dem EBA liegen keine Hinweise auf mangelnde Ausbildungs- und Sicherheitsstandards bei Lokführern vor. (...) Regelmäßig erfolgende Untersuchungen und unangemeldete Stichproben des EBA haben keine grundsätzlichen Beanstandungen ergeben."
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