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Gesprengte Fesseln

Drucken 08.10.2009, 12:51 Uhr, Vermischtes

Gabrieles Kindheit ist wohl geordnet, wenn sie auch von Vater keinerlei Zuwendung erfährt. Doch die Liebe von Mutter und Bruder gleichen diesen Mangel etwas aus. Jahrelang lebt die Mutter der Tochter die Unterordnung unter den Ehemann vor, egal wie unausstehlich er sich verhalten mag. Bis die Mutter aus dieser Ehe ausbricht und zu einem anderen Mann geht, die Kinder beim Vater zurück lassend. Für Gabriele bricht ihre heile Welt zusammen, sie glaubt sich von dem einzigen Menschen verraten, der sie sich rückhaltlos anvertrauen konnte. So beginnt sie, sich zu verschließen- ein Verhaltensmuster entsteht, das sich bei jeder künftigen tatsächlichen oder vermeintlichen Ablehnung durch Mitmenschen bis zu fast völligen Gefühllosigkeit entwickelt. Mit aller Macht versucht sie auf eigenen Füßen zu stehen und schafft es. Doch das von der Mutter vor gelebte Verhaltensmuster der bedingungslosen Unterordnung verfolgt Gabriele während ihrer Ausbildung und schlimmer, durch ihre Ehen hindurch. Dreimal gerät sie an Männer, die dieses Verhaltensmuster ausnutzen Walter der auf ihre Kosten lebt, Kurt, der ihr im Verlauf ihrer Ehe die Hölle auf Erden bereitet, der sie prügelt, vergewaltigt und demütigt immer wieder und wieder. Auch ihre vier Kinder müssen diese Gewalt miterleben. Endlich Kurt hat Gabriele krankenhausreif geprügelt, findet sie die Kraft, diese unerträgliche Situation endgültig zu beenden. Sie lernt Jens kennen, der ganz das Gegenteil von Kurt zu sein scheint, sanft, sehr um sie bemüht, ständig um sie herum. Dadurch wiederum fühlt sich Gabriele eingeengt, hat das Gefühl die Luft zum Atmen zu verlieren. Um der Kinder willen versucht sie sich wie in früheren Ehen anzupassen und still zu halten, doch hält sie es nicht mehr aus. Auch diese Ehe scheitert. In Achim, den Gabriele durch das Internet kennen gelernt hat, glaubt sie endlich den Mann gefunden zu haben, mit dem sie dauerhafte Beziehung gegründet auf Liebe und Vertrauen, führen kann. Oder doch wieder nur eine Wiederholung der ewig gleichen Muster, die bislang ihr Leben bestimmten und sie in unglückliche Ehen und üble Lebenssituationen führten? Nein. Inzwischen hat es Gabriele geschafft, die verderblichen Verhaltensweisen zu erkennen und immer wieder dagegen an zu kämpfen....

Ehrlich und rückhaltlos beschreibt die Autorin die entscheidenden Erlebnisse, die Kindheit, Jugend und Erwachsenen leben bestimmten. Sie macht deutlich, wie wichtig es ist, sich frei zu machen von anerzogenem Fehlverhalten, das sich in letzter Konsequenz gegen die erfolgreiche Suche nach dem eigenen Lebensglück richtet.

Gesprengte Fesseln können Sie ab 20.Oktober 2009 erwerben
ISBN 978-3-8391-2873-2, Paperback, 200 Seiten

Gabriele Remscheid (Hrsg.)

Beim lesen darf es hin und wieder auch mal leichte Kost sein, doch die Autorin Gabriele Remscheid bevorzugt Fakten und Tatsachen. So auch in ihrem Buch. Das Thema häusliche Gewalt lässt sie nicht los, muss verarbeitet werden. In ihrem ersten Werk geht es um eigene Erfahrungen, Auswirkungen auf Beziehungen und Beruf. Obwohl Gabriele sich als romantisch bezeichnen würde, spürt der Leser in ihrem Werk davon nichts.


Autor / Kontakt:
Gabriele Remscheid
Frau Gabriele Remscheid
Niederkrüchten
Fon: 02436/382377
URL: http://www.gabriele-remscheid.net

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