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Gesundheitsexperte Spahn in ZDF-"Frontal 21": Private und gesetzliche Versicherung müssen zusammengeführt werden
Einheitliches Krankenversicherungssystem 2020 / Gesundheitsexperte Spahn in ZDF-"Frontal 21": Private und gesetzliche Versicherung müssen zusammengeführt werden
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18.10.2011, 13:56 Uhr, Vermischtes
Spahn stellt bei den privaten Krankenversicherungen "dramatische Beitragssteigerungen" fest, weil "vieles zum drei-, vier-, fünffachen Satz abgerechnet wird". Zudem werde die Versichertengemeinschaft immer älter. Dies führe zu steigenden Ausgaben, ein Trend, der sich nach Spahns Einschätzung weiter fortsetzt.
Die private Krankenversicherung habe zwar durchaus zukunftsfähige Elemente, etwa bei der Zukunftsvorsorge oder durch die Möglichkeit, den Tarif zu wechseln, so Spahn weiter. Doch angesichts der Kosten- und Finanzierungsprobleme wird es nach seiner Einschätzung eine Annäherung zwischen privater und gesetzlicher Krankenversicherung geben. Die Vorteile beider Systeme müssten zusammengeführt werden.
Auch Karl Lauterbach, gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, sieht die privaten Krankenversicherer in der Krise. Deren Kosten stiegen seit Jahren schon doppelt so schnell wie in der gesetzlichen Krankenversicherung. Zudem bringe die Kapitaldeckung immer weniger Geld, weil sich die Krise an den Finanzmärkten deutlich bemerkbar mache. Als Folge beobachtet Lauterbach vor allem bei älteren Patienten zunehmend eine Rationierung von Leistungen in der privaten Krankenversicherung.
Der Verband der privaten Krankenversicherung wollte sich auf Anfrage zu dem Thema nicht äußern. Das Bundesgesundheitsministerium verwies zuständigkeitshalber auf das Bundesfinanzministerium. Aber auch dort wollte man keine Stellung nehmen.
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