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Dopingmanager Matschiner entlastet gegenüber ZDF deutschen Spitzensport / "Keine deutschen Sportler bei Humanplasma"
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17.01.2011, 14:59 Uhr, Vermischtes
Darüber hinaus beendete Matschiner in seinem Interview mit dem ZDF-"heute-journal" die Gerüchte um die Beteiligung deutscher Sportler. "Wenn ich etwas mit 99 Prozent Sicherheit sagen kann, dann das. Es waren keine Deutschen in Wien bei Humanplasma. Weder Radfahrer, weder Nordische, weder Schwimmer, weder Leichtathleten oder sonst jemand", so Matschiner gegenüber dem ZDF.
Im Interview mit dem ZDF gibt Stefan Matschiner, dessen Buch "Grenzwertig" dieser Tage in den Handel kommt, zudem weitere vertiefende Einblicke in den Dopingalltag von Top-Athleten und zeichnet ein düsteres Bild vom Hochleistungssport. Matschiner sagte, er habe so etwas wie Unrechtsempfinden in seiner Zeit als Dopingdealer gehabt: "Du lebst in einer Art Parallelwelt, in der es (Doping, Anm. d. Redaktion) nicht verboten ist. Zwar offiziell durch das Sportrecht, aber in diesem geschlossenen Kreis des Hochleistungssports, wo ganz offen darüber kommuniziert wird, unter Sportlern, Trainern, zum Teil auch unter Funktionären, ist das ganz normal. Einem Außenstehenden, wie einem Journalisten, würde man nie Zutritt zu diesem geschlossenen Kreis gewähren."
Darüber hinaus betont Matschiner, dass Dopingmittel zum Alltag gehören und die Gefahr für Athleten, erwischt zu werden, gleich null sei. "Für jene, die dopen wollen, sich Wege suchen und das professionell betreiben, ist der Anti-Dopingkampf in keiner Weise abschreckend. Wenn einer den Weg gehen will, dann wird er ihn auch gehen, und die Gefahr, erwischt zu werden, ist nahegehend gleich null."
Stefan Matschiner wurde 2010 für den Handel mit Dopingsubstanzen zu 15 Monaten Haft verurteilt, der größte Teil davon auf Bewährung. Matschiner hat laut eigener Aussage mittlerweile mit dem Leistungssport als Geschäft abgeschlossen.
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