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100 Jahre Grippe-Impfstoffe made in Germany (mit Bild)

Drucken 07.10.2011, 16:15 Uhr, Vermischtes

München (ots) -

- Gesundheitsschutz aus Dresden: GSK Biologicals feiert großes Jubiläum - 5 Millionen-Spende für das Lingnerschloss - Planungssicherheit auch für die Zukunft eingefordert

Im Rahmen eines feierlichen Empfangs beging GlaxoSmithKline (GSK) heute in Dresden ein denkwürdiges Jubiläum: Vor 100 Jahren gründete Karl August Lingner das Sächsische Serumwerk (SSW), das heute unter dem Namen "GSK Biologicals" weltweit einer der wichtigsten Standorte für die Herstellung von Grippe-Impfstoffen ist - über 600 Mitarbeiter produzieren dort pro Jahr Grippe-Impfstoff "made in Germany" für 70 Länder auf der ganzen Welt. Zum Höhepunkt der Feierlichkeiten überreichte der weltweite GSK-Forschungsvorstand Dr. Moncef Slaoui einen Spendenscheck über 5 Millionen Euro, der für den Wiederaufbau des Lingnerschlosses gedacht ist.

Der Leiter des SSW, Dr. Peter Schu, begrüßte im Lingnerschloss unter anderem den Sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich, den Dresdener ersten Bürgermeister Dirk Hilbert sowie Abgeordnete des Deutschen Bundestages und des Sächsischen Landtages. Schu erinnerte in seiner Ansprache an das "wundervolle Erbe von Karl August Lingner", der mit dem Odol-Mundwasser den Grundstein für ein erfolgreiches Unternehmen legte, das seit nunmehr 100 Jahren die Gesundheit der Menschen fördert und erhält. Schu betonte, dass im SSW bislang knapp 400 Millionen Dosen allein an Grippe-Impfstoffen hergestellt wurden, was schätzungsweise 5 Millionen Menschen das Leben gerettet habe. Zu verdanken sei dieser Erfolg Menschen mit "Visionen und Ideen", angefangen von Karl August Lingner bis hin zu "unserer jungen und dynamischen Belegschaft" von heute.

Führender Impfstoff-Hersteller

5 Millionen - diese Zahl spielte auch am Ende der Rede von Dr. Moncef Slaoui eine wichtige Rolle. Zunächst hob er die Bedeutung von GSK als einer der führenden Hersteller von Impfstoffen hervor. Jedes Jahr produziere das Unternehmen mehr als eine Milliarde Impfstoff-Dosen, und, was vielleicht noch wichtiger ist: "80 Prozent davon gehen zu Vorzugspreisen an Entwicklungsländer, wo wir uns gemeinsam mit UNICEF und anderen Organisationen dafür einsetzen, Impfstoffe auch in armen Regionen verfügbar zu machen." Insgesamt stelle GSK rund 30 verschiedene Impfstoffe her - neben Influenza-Impfstoffen unter anderem auch Impfstoffe gegen Hepatitis A und B, Diphtherie, Tetanus, Mumps, Masern, Röteln, Windpocken und Polio. Mehr als 1.600 Wissenschaftler arbeiten an der Erforschung und Entwicklung neuer Impfstoffe, beispielsweise gegen Malaria. Im Rahmen seiner Festrede überbrachte Slaoui die Grüße von GSK-CEO Andrew Witty, der das Werk in Dresden vor zwei Jahren besucht und damals eine größere Spende in Aussicht gestellt hatte. Slaoui überreichte diese Spende nun offiziell an Dr. Peter Lenk vom Förderverein Lingnerschloss, der sich hocherfreut über die Spendensumme von 5 Millionen Euro für den Wiederaufbau des Lingnerschlosses zeigte. "Mein Dank gilt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von GlaxoSmithKline, die unsere Arbeit ausgewählt haben. Damit können wir den Sanierungsplan um sieben bis neun Jahre eher abschließen, als wir ursprünglich geplant und gehofft hatten", erklärte Lenk in seiner Dankesrede.

Politischer Wermutstropfen

GSK-Deutschland-Chef, Dr. Cameron Marshall, betonte in seiner Ansprache, GSK wolle mit seiner Spende den Menschen in Dresden etwas zurückgeben, denn: "Wir haben uns hier immer besonders wohl und unterstützt gefühlt, auch von der Landespolitik und der Stadt." Leider, so Marshall weiter, gebe es jedoch auch einen "politischen Wermutstropfen. So wurden in diesem Jahr durch eine Gesundheitsreform die Abgabepreise von Impfstoffen im Durchschnitt um 30 Prozent zwangsabgesenkt - der in Dresden hergestellte Grippe-Impfstoff muss sogar um über 60 Prozent vergünstigt abgegeben werden." Ein solches ad-hoc-Vorgehen untergrabe die Planungssicherheit, die notwendig sei, um auch künftig in ein großes Werk wie Dresden investieren zu können. In das ehemalige SSW wurden in den letzten Jahren über 200 Millionen Euro für Neu- und Erweiterungsbauten aufgewendet. Dadurch konnten neue Arbeitsplätze geschaffen und die Produktionskapazität seit 1992 mehr als verfünffacht werden. Neben der Produktion und Verpackung der Grippe-Impfstoffe werden in Dresden jedes Jahr bis zu 80 Millionen Dosen weitere Flüssigimpfstoffe hergestellt und verpackt. Marshall betonte, dass es ihn mit Stolz erfülle, mit Dresden einen Standort in Deutschland zu haben, der "mit hoher Kompetenz, Know-how und Zuverlässigkeit punkten kann" - und dies solle auch so bleiben. Dafür seien in Zeiten des globalen Standortwettbewerbs jedoch unbedingt stabile Rahmenbedingungen erforderlich.

Zur Geschichte

Das Sächsische Serumwerk wurde von dem Industriellen Karl August Lingner gegründet und 1911 ins Handelsregister eingetragen. 25 Jahre später umfasste das Sortiment 90 Präparate, hauptsächlich Impfstoffe und antitoxische Seren. In der DDR wurde das SSW verstaatlicht. Nach der Wende erfolgte 1990 die Umwandlung in eine Kapitalgesellschaft. 1992 übernahm der britische Arzneimittelhersteller SmithKline Beecham das SSW. Damit begann eine neue Ära, das Werk wurde in den Folgejahren zu einem der wichtigsten Hersteller für Grippe-Impfstoffe weltweit. Nach der Fusion von Glaxo Wellcome und SmithKline Beecham wurde das SSW Teil eines Weltkonzerns und konnte seine Kapazitäten kontinuierlich steigern. Die logische Folge: Im Jahr 2005 erfolgte der Spatenstich zum Erweiterungsbau, der zwei Jahre später eingeweiht wurde. Seit 2008 firmiert das SSW unter dem neuen Namen "GlaxoSmithKline Biologicals". Nähere Informationen zu Karl August Lingner und dem nach ihm benannten Lingnerschloss finden Sie im Internet unter: www.lingnerjahr.de

GlaxoSmithKline - eines der weltweit führenden forschenden Arzneimittel- und Healthcare-Unternehmen - engagiert sich für die Verbesserung der Lebensqualität, um Menschen ein aktiveres, längeres und gesünderes Leben zu ermöglichen.



Ansprechpartner für Journalisten:

Daniela Sepsi Manager Communication Telefon: 0351/4561-5037 E-Mail: Daniela.D.Sepsi@gskbio.com

Markus Hardenbicker Leiter Unternehmenskommunikation Telefon: 089/360 44-8329 E-Mail: Markus.M.Hardenbicker@gsk.com GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG, Theresienhöhe 11, 80339 München

Sitz der KG ist München Amtsgericht München HRA 78754 Komplementärin: GlaxoSmithKline Verwaltung GmbH Sitz Luxemburg, Registergericht Luxemburg HRB 83.032 Geschäftsführung: Dr. Cameron Marshall (Vors.) - Jean Vanpol - Denis Dubru - Georges Dassonville

Bildtext / Quellenhinweis zum Bild:
Einfahrt des Sächsischen Serumwerkes (SSW) im Jahr 1958. Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG"


Autor / Kontakt:
GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG
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