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Hampton Court Palace: wertvoller Kulturschatz Londons
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02.12.2011, 18:02 Uhr, Reise & Tourismus
Der Hampton Court Palace ist ganz gewiss eine der besten London Sehenswürdigkeiten. Die bewegte Geschichte reicht zurück bis ins 16. Jahrhundert. Schon allein deshalb sollte man sich einen Besuch im Schloss auf keinen Fall entgehen lassen. In den historischen Gemäuern warten jede Menge faszinierender Artefakte und Familienerbstücke darauf, bestaunt zu werden. Umgeben ist das Schloss von einem großen Anwesen, auf dem regelmäßig viele Veranstaltungen, auch speziell für Familien, angeboten werden.
Ursprünglich errichtet wurde Hampton Court für Kardinal Wolsey zur Zeit von König Henry VIII. Damals war es das wohl prunkvollste Schloss in ganz England. Deshalb dauerte es dann auch nicht sonderlich lang, bis das Schloss in das Eigentum des Königs als eines seiner 60 Häuser und Schlösser überging.
König Henry VIII gab den Auftrag für ein eine enorme Vergrößerung des Anwesens. Schließlich mussten dort hunderte seiner Diener und Gerichtsdiener eine Unterkunft finden. Dafür veranlasste er den Anbau der mittelalterlichen Great Hall für die englische Monarchie. Auch die Errichtung des Royal Tennis Court gab er in Auftrag, denn der König war nebenbei auch ein großer Liebhaber des Tennisspiels. Der Tennisplatz wird auch heute noch von einem Tennisclub bespielt, der dort seinen Sitz hat.
Im 17. Jahrhundert folgte ein weitreichendes Renovierungsprojekt unter der Leitung des legendären Architekten Sir Christopher Wren. Seine Arbeiten erstreckten sich auch auf den Fountain Court.
Bis heute ist und bleibt der Hampton Court Palace eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten Londons. Über sinkende Besucherzahlen kann man sich hier auf keinen Fall beklagen. Ganz im Gegenteil. Tagtäglich strömen unzählige Besucher in die Küchen von Henry VIII, die Chapel Royal und viele weitere Wahrzeichen des britischen Kulturerbes und verlaufen sich dann im berühmten Irrgarten von Hampton Court.
Der Irrgarten von Hampton Court wurde im frühen 18. Jahrhundert im Auftrag von König William III angelegt und bedeckt einen Drittel Morgen Land. Er ist der älteste noch vorhandene Heckenirrgarten im Vereinigten Königreich. Mit raffiniert angelegten Windungen, Abzweigen und Sackgassen führt er selbst die schlauesten Besucher gehörig an der Nase herum.
Eine kleine Sensation sind auch die Tudor Kitchens. Dabei handelt es sich um einen riesigen Küchenkomplex, in dem man früher für Gesellschaften mit 600 Gästen kochte. Auch heutzutage wird er von Küchenchefs für die Zubereitung ganz traditioneller Speisen aus der Zeit der Tudors verwendet. Damals bereitete man in den Küchen jährlich 1.870 Schweine, 2.330 Wildtiere, 1.240 Ochsen, 760 Kälber und 53 Wildschweine zu. Hinzu kamen noch beachtliche 600.000 Gallonen, d. h. etwa 2.700.000 Liter, Bier zum Nachspülen bei diesen Gelagen.
Ein weiteres Schmuckstück im Hampton Court Palace ist die Chapel Royal. Ihre farbliche Gestaltung ist ganz zauberhaft. Mittlerweile wird sie nun schon seit viereinhalb Jahrhunderten genutzt und so auch noch heute. Hier finden regelmäßig komplett ausverkaufte Auftritte und musikalische Weihnachtsveranstaltungen des hier ansässigen Chors statt.
Naturliebhaber unternehmen dann oft einen ausgedehnten Spaziergang in den Hampton Court Gardens. Auf ganzen 60 Morgen Land plätschern hier Springbrunnen idyllisch vor sich hin. Es sprießen und gedeihen sage und schreibe 200.000 Blumen und nicht zuletzt auch der größte Weinstock der Welt, der mittlerweile schon das biblische Alter von 240 Jahren erreicht hat.
Für Besucher, die etwas in London unternehmen wollen, gibt es im Hampton Court Palace jede Menge interessanter Angebote, u. a. die regelmäßig stattfindenden Vorführungen des neuen und sehr aufschlussreichen Films über die sechs Ehefrauen von Henry VIII sowie geführte Touren zu einigen der besser gehüteten und gruseligeren Geheimnisse auf dem Anwesen. Der Hampton Court Palace ist schließlich auch berüchtigt für die spukenden Gestalten, die hier im Schloss ihr Unwesen treiben. Regelmäßig finden Gespenstertouren statt. Mit viel Spaß und einer gehörigen Portion Nervenkitzel erfährt man dann zu vorgerückter Stunde mehr über die bewegte Geschichte des Schlosses.
Man erzählt sich, in der Silver Stick Gallery spuke Jane Seymour umher, die dritte Frau des Königs. In der Long Gallery soll sich Catherine Howard, die fünfte Frau von Henry VIII, nach ihrem Tod dauerhaft eingerichtet haben. Kardinal Wolsey und Anne Boleyn wurden ebenfalls bereits draußen auf dem Anwesen gesichtet.
Wer von all diesem Spuk genug hat, der sollte sich zur Westseite des Schlosses begeben. Auch in diesem Jahr befindet sich hier wieder die beliebte Eislaufbahn, der perfekte Ort für einen winterlichen Ausflug mit Freunden.
Autor / Kontakt:
Oban Multilingual
Frau Verena Janisch
Brighton
URL: http://www.londonpass.de
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