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Saarbrücker Zeitung: Parteienforscher Lösche hält weitere vorzeitige Rücktritte von Politikern für wahrscheinlich
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19.07.2010, 15:11 Uhr, Politik & Gesellschaft
Heute fordere Politik die ganze Persönlichkeit. Das gehe an die physische und psychische Substanz. "Ole von Beust wird deshalb nicht der letzte Politiker im vorzeitigen Ruhestand gewesen sein", prophezeite Lösche mit Blick auf den Hamburger CDU-Politiker, der am Sonntag seinen Rückzug vom Amt des Ersten Bürgermeisters der Hansestadt bekannt gegeben hatte.
Zugleich empfahl Lösche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), auch abgewählte Ministerpräsidenten mit CDU-Parteibuch stärker einzubinden. "Im konkreten Fall würde das bedeuten, den gescheiterten Regierungschef von Nordrhein-Westfalen, Jürgen Rüttgers, in ihr Kabinett zu holen", erläuterte der Politikwissenschaftler. Rüttgers habe viel politische Erfahrung, sei kompetent und könne in jedem Ministerium reüssieren. Allerdings fürchte Merkel politische Konkurrenten, so dass solche Szenarien wohl kaum realistisch seien, meinte Lösche.
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