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Saarbrücker Zeitung: Linken-Chef Ernst keilt gegen SPD - Äußerungen Dehms "inakzeptabel"

Drucken 02.07.2010, 05:30 Uhr, Politik & Gesellschaft
Saarbrücken (ots) - Der Vorsitzende der Linkspartei, Klaus Ernst, hat der SPD Versagen in ihrer Rolle als größte Oppositionspartei vorgeworfen. Um künftig bei wichtigen Entscheidungen eine gemeinsame Strategie zu beraten, "müsste SPD-Chef Gabriel endlich einmal in die Rolle des Oppositionsführers hineinwachsen", sagte Ernst der "Saarbrücker Zeitung" (Freitag-Ausgabe). Er gebärde sich aber als "unberechenbarer Krawallmacher und zerschlägt jeden Tag neues Porzellan". Gabriel führe die Opposition nicht, sondern spalte sie.

Zugleich distanzierte sich Ernst von seinem Parteifreund, dem Bundestagsabgeordneten Diether Dehm, der die Wahl zwischen den Präsidentschaftsbewerbern Gauck und Wulff mit der zwischen Hitler und Stalin verglichen hatte. "Diether Dehm hat sich für diesen inakzeptablen Vergleich bereits entschuldigt", sagte Ernst. "Christian Wulff ist der demokratisch gewählte Präsident. Wir gratulieren ihm und hoffen, dass er wie Horst Köhler den Mut hat, der Bundesregierung Paroli zu bieten, wenn die ihm zum Beispiel verfassungswidrige Gesetze zur Unterschrift vorlegt", erklärte Ernst.



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