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Neue OZ: Kommentar zu Soziales / Bundesfreiwilligendienst

Drucken 28.12.2011, 22:00 Uhr, Politik & Gesellschaft
Osnabrück (ots) - Jetzt nicht zurücklehnen

Einige sprachen vom Fehlstart, andere warnten vor einer bürokratischen Totgeburt. Doch siehe da: Der Bundesfreiwilligendienst nimmt nach dem Stotterstart im Sommer Fahrt auf. Mittlerweile scheint es sogar möglich, dass das Interesse am "Bufdi" 2012 das Stellenkontingent übersteigt. Das heißt aber nicht, dass der notdürftig zusammengeschusterte Ersatz für den Zivildienst zum dauerhaften Erfolgsmodell wird. Bis das der Fall ist, bleibt an verschiedenen Stellen noch viel zu tun.

Da wären die Träger der Bufdi-Stellen, die besser als bisher verstehen müssen, dass sich mit dem Wegfall des Zivildienstes ein Paradigmenwechsel vollzogen hat. Wer sich hinsetzt und auf seinen Freiwilligen wartet, hat keine Chance im Wettbewerb. Genau der wird um die schlecht bezahlten Hilfskräfte entbrennen. Die jeweilige Stelle muss durch Anreize jenseits des Finanziellen schmackhaft gemacht werden, was zugegebenermaßen nicht leicht ist. Hier ist Kreativität von den Arbeitgebern gefordert.

Aber auch die Politik muss sich fragen, was sie noch tun kann. Beispielsweise die Hemmschwelle senken, indem der artverwandte Bundesfreiwilligendienst mit dem freiwilligen sozialen und ökologischen Jahr zu einem sinnvollen Konstrukt zusammengeführt wird. So geht kein Kandidat im Angebotswirrwarr verloren. Und ganz nebenbei lässt sich der eine oder andere Steuer-Euro einsparen.



Pressekontakt: Neue Osnabrücker Zeitung Redaktion Telefon: +49(0)541/310 207


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