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Mitteldeutsche Zeitung: Bundesländer Sachsen-Anhalts Ex-Ministerpräsident Böhmer schließ eine mitteldeutsche Fusion auf Dauer aus

Drucken 07.02.2012, 02:00 Uhr, Politik & Gesellschaft
Halle (ots) - Sachsen-Anhalts ehemaliger Ministerpräsident Wolfgang Böhmer (CDU) hält eine Fusion von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zu einem neuen Bundesland Mitteldeutschland auf Dauer für ausgeschlossen. "Die Sachsen werden durch nichts auf der Welt zu bewegen sein, nicht mehr Sachsen sein zu wollen, sondern nur noch Mitteldeutsche", sagte er der in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung" (Online-Ausgabe). "Bei den Thüringern ist es ganz genau so." Ähnlich verhalte es sich mit der von Berlins Finanzsenator Ulrich Nußbaum (SPD) erneut ins Spiel gebrachten Fusion von Berlin und Brandenburg. "Wenn die Brandenburger künftig einen großen Teil der Schulden von Berlin übernehmen müssten, dann wird es auch da keine Mehrheit geben", so Böhmer, der von "Sommerloch-Debatten" sprach, "die auch bei minus 20 Grad nicht besser werden". Der aus dem Saarland stammende Parlamentarische Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Peter Altmaier, erklärte ebenfalls: "Es gibt im Saarland einen breiten Konsens, dass die Eigenständigkeit ganz oben auf der Prioritätenliste steht." Schließlich seien die Saarländer "im Laufe ihrer Geschichte schon ziemlich viel herumgeschubst worden". Nußbaum hatte betont, er glaube, "dass nicht alle Länder überleben werden". Sachsen-Anhalts Finanzminister Jens Bullerjahn (SPD) hatte sich wiederholt für ein Bundesland Mitteldeutschland stark gemacht.



Pressekontakt: Mitteldeutsche Zeitung Hartmut Augustin Telefon: 0345 565 4200


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