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Ergebnisse von Tarif-Vergleichsportalen sind irreführend / Stiftung Warentest fordert im ZDF-Magazin "WISO" Aufsicht durch Bundesnetzagentur
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26.09.2011, 14:17 Uhr, Politik & Gesellschaft
Das Problem liege in voreingestellten Tarifen wie "Vorkasse, einmalige Bonuszahlungen oder Kaution". Dadurch kämen "Tarife auf Bestplätze, die dort gar nicht hingehören". Es müssten "die nackten Tarife" im Vergleich angeboten werden. Dann könne sich der Verbraucher auch in Ruhe entscheiden. "Und damit ein bisschen Druck dahinter kommt und auch wirklich was passiert, wäre es gut, wenn die Bundesnetzagentur das beaufsichtigt", sagt Hubertus Primus.
Auch die Verbraucherzentralen verlangen einheitliche Standards für Vergleichsportale. Für "WISO" suchte die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in einer Stichprobe den günstigsten Stromanbieter. Das Ergebnis: Jedes Vergleichsportal listete auf den ersten fünf Plätzen unterschiedliche Anbieter. Dies sei für den Verbraucher "irreführend", sagt Jürgen Schröder von der Verbraucherzentrale NRW. Deshalb müsse künftig die Tarifgestaltung der Vergleichsportale offengelegt und vereinheitlicht werden.
"Wenn sich die Manipulationsvorwürfe gegen Verivox als wahr herausstellten, wäre das ein Skandal", sagt Jürgen Schröder. Verivox soll laut Medienberichten den inzwischen pleitegegangenen Strom- und Gasanbieter Teldafax gegen Zahlung überhöhter Provisionen auf einen Spitzenplatz als günstigen Anbieter gesetzt haben. Verivox bestreitet das.
"test" kam 2008 bei einem Vergleich der Tarifrechner zu dem Ergebnis "Verivox ganz vorn". Die Zeitschrift habe "getestet, ob all die günstigsten Stromanbieter bei Verivox gelistet sind, ob die einen umfassenden Überblick haben". Das habe Verivox gehabt, rechtfertigt Hubertus Primus in "WISO" das Ergebnis von damals.
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