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Der Tagesspiegel: Experten für Schockfotos auf Zigarettenpackungen
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27.08.2011, 12:43 Uhr, Politik & Gesellschaft
Die Drogenexpertin der SPD-Fraktion, Angelika Graf, unterstützte die Forderung. Sie würde sich wünschen, "dass Deutschland endlich auch den Weg geht, den andere Länder gehen", sagte sie dem "Tagesspiegel am Sonntag". Leider lasse die Drogenbeauftragte der Regierung, Mechthild Dyckmans, entsprechendes Engagement vermissen. Die FDP-Politikerin plädiere für freiwillige Regelungen, "wo man längst die Keule auspacken muss".
Für die Einführung von Schockfotos in Deutschland gebe es bislang keine konkreten Pläne, hieß es im Büro der Regierungsbeauftragten. Man warte noch auf entsprechende Evaluationen und Richtlinien aus Brüssel. Dyckmans Vorgängerin Sabine Bätzing (SPD) hatte abschreckende Bilder auf Zigarettenpackungen bereits für 2010 in Aussicht gestellt. Die Fotos zeigen Raucherlungen, angefaulte Zähne oder Leichen mit zugenähtem Brustkorb. Nach Angaben des Deutschen Krebsforschungszentrums gibt es sie bereits auf Zigarettenpackungen in mindestens sechs EU-Ländern, darunter Belgien, Großbritannien und Frankreich. In einem halben Dutzend weiterer Länder seien sie in Vorbereitung. Schriftliche Warnhinweise sind den Zigarettenherstellern in Deutschland bereits seit Juli 2004 vorgeschrieben.
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