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Eine Formel für „Sparkisten“ - Hamburger Verpackungsforscher definieren neue Anforderungen für Holzpackmittel

Drucken 20.01.2012, 16:45 Uhr, Logistik & Transport

Holzkisten im Einsatz
Kleine und mittelständische Unternehmen können sich freuen: Sie können künftig bei ihren Holzpackmitteln kräftig an Material sparen. Ein Forschungs-projekt von BFSV und Johann Heinrich von Thünen-Institut hat neue Berechnungsgrundlagen ermittelt.
„So wenig wie möglich, so viel wie nötig“ heißt eine alte Ingenieursregel. Doch wie viel Material ist nötig, damit eine Kiste aus Holz allen Belastungen bei Transport, Umschlag und Lage-rung standhält?
Obwohl Produzenten ihre Waren seit Menschengedenken in Kisten aus Kiefern- oder Fichtenholz verpacken und befördern, wurde diese Frage erst jetzt beantwortet. Ein gemeinsames Forschungsvorhaben des Instituts für BFSV an der HAW Hamburg (BFSV) und des Johann Heinrich von Thünen-Institut, Institut für Holztechnologie und Holzbiologie (vTI) Hamburg hat praxisnahe Grundlagen für das Bemessen kurzlebiger Holzpackmittel erarbeitet. Bisher fehlen Richtlinien und Normen zu den Festigkeitsanforderungen für Kisten, Verschläge und andere Holzpackmittel. Bei Schadensfällen werden daher stets die Regelwerke aus dem Bauwesen herangezogen. Doch sie enthalten Anforderungen, die für Holzpackmittel allgemein als zu hoch eingeschätzt werden. Überdimensionierte Holzpackmittel wären die Konsequenz, wenn die Regelungen aus dem Bauwesen erfüllt werden sollten.
Die Verpackungsexperten am Institut für BFSV untersuchten die Bemessung von Holzpackmitteln und das vTI übernahm die experimentellen Untersuchungen an Holz und Holzwerkstoffen und entwickelte Vorschläge zur Ergänzung der Verpackungsrichtlinien. Das Ergebnis: Sichere Packmittel können auch mit einem geringeren Material- und Kostenaufwand als üblich konstruiert werden. Die Kräfteübertragung an den Verbindungselementen einer Kiste wirkt sich wesentlich auf die Stabilität aus. Diese Komponente müsste weiter untersucht werden.
Den kompletten Schlussbericht des Forschungsvorhabens finden Sie auf der Website des BFSV:
Forschungsprojekt zu Holzkisten

Institut für BFSV an der HAW Hamburg

Wir sind Experten für Exportverpackungen, das Verstauen im Container, Verpackungen aus Wellpappe sowie Schwergutverpackungen und den Korrosionsschutz. Mit modernsten Methoden untersuchen wir Packstoffe, Packmittel, Packhilfsmittel sowie ganze Systeme aus Produkt und Verpackung und begleiten damit die Entwicklung maßgeschneiderter Verpackungslösungen.

Dazu nutzen wir z. B. klassische mechanische Festigkeitsprüfungen, aber auch die Simulation von Belastungen bei Transport, Umschlag und Lagerung – z.B. Klima-, Vibrations- und Stauchprüfungen.

Das Geheimnis unseres langfristigen Erfolges ist die enge Verbindung zu Wissenschaft und Praxis. Gemeinsam mit unseren Projektpartnern stellen wir uns stets aktuellen Herausforderungen und Themen.


Autor / Kontakt:
Redaktionsbüro
Frau Uta Fuchs
Ahrensburg
URL: http://www.uta-fuchs.info

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