Startseite / Land & Forstwirtschaft / Vorbild Niederlande: Mega-Mastställe stoppen!
Vorbild Niederlande: Mega-Mastställe stoppen!
Drucken
23.02.2011, 11:48 Uhr, Land & Forstwirtschaft
Staatssekretär Bleker vom Ministerium für Wirtschaft, Landwirtschaft und Innovation (Ministerium voor Economische Zaken, Landbouw en Innovatie) kündigte einen breiten, öffentlichen Dialog über Massentierhaltung und Massenproduktion an. Der Parlamentsbeschluss beinhaltet auch ein Moratorium, das bis auf weiteres keine Neubauten zulässt. Damit erhöht sich in mehrfacher Hinsicht der Druck auf die Bundesrepublik. „Niederländische Agrarindustrielle werden nun noch mehr nach Deutschland und Osteuropa drängen, weil hier die Politik noch immer die Augen vor den vielfältigen Schäden durch die Massentierhaltung verschließt“, befürchtet Eckard Wendt von der Arbeitsgemeinschaft für artgerechte Nutztierhaltung e.V. (AGfaN) und weist darauf hin, dass man in den Niederlanden schon vor etwa 15 Jahren die Massentierhaltung als Verursacher für die hohe Nitratbelastung des Grundwassers erkannt und gegenzusteuern versucht habe. Hinzu kommen Gestank, Staubbelastung und gefährliche luftgetragene Krankheitserreger aus den Ställen, die mit zunehmender Tierdichte überproportional zunehmen. Die AGfaN fordert von der Bundesregierung und den Bundesländern, auch in Deutschland der ausufernden agrarindustriellen Tierhaltung Einhalt zu gebieten. Das sei nicht nur im Interesse des Erhalts bäuerlicher Familienbetriebe wichtig, sondern ermögliche darüber hinaus, mehr Tierschutz in der Nutztierhaltung zu verwirklichen.
Text zum Foto: Allein auf diesem Bild, das nördlich von Schwerin aufgenommen wurde, sind gleich sieben große Tierhaltungsanlagen zu erkennen. Unterhalb des Bildrandes befindet sich in unmittelbarer Nähe noch die Mega-Schweinezuchtanlage in Losten. © Eckard Wendt / AGfaN e.V.
Die "Arbeitsgemeinschaft für artgerechte Nutztierhaltung" e.V. (AGfaN) lehnt die Nutztierhaltung nicht prinzipiell ab. Sie wendet sich aber entschieden gegen die praxisüblichen Haltungssysteme, in denen die Tiere fast immer eng zusammengepfercht und bei Dämmerlicht vegetieren müssen, ohne ihre arteigenen Verhaltensweisen ausüben zu können. Auch Landwirte sollen Gewinne erwirtschaften. Dies darf aber nicht auf der Grundlage tierquälerischer Haltungssysteme geschehen. Deshalb fordert die AGfaN die Verbraucher auf, beim Einkauf tierischer Produkte nicht nur auf den Preis zu achten, sondern zuerst auf die Art der Tierhaltung.
Autor / Kontakt:Arbeitsgemeinschaft für artgerechte Nutztierhaltung e.V. - Tierschutzfachverband
Herr Eckard Wendt
21435 Stelle
Fon: 04174-5181
Fax: 04174-5181
URL: http://www.tierschutz-landwirtschaft.de
Hinweis:
Offenes-Presseportal.de distanziert sich ausdrücklich vom Inhalt dieser Pressemeldung/dieses Artikels. Die Meldung gibt nicht die Meinung von Offenes-Presseportal.de wieder und somit ist Offenes-Presseportal.de nicht für die Richtigkeit des Inhalts haftbar, sondern der Urheber der Pressemeldung/des Artikels. Sollte die obige Meldung Rechte jeglicher Art verletzen, bitte kurze Email schicken an service[at]affective.de, wir löschen diese Meldung dann unverzüglich.


