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Pressemitteilung zur Veröffentlichung über Zahlungen aus dem EU-Fonds für Landwirtschaft und Fischerei der Bundesanstalt
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03.05.2011, 09:13 Uhr, Land & Forstwirtschaft
Kiel, 2. Mai 2011. In den jüngsten Veröffentlichungen der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung wird die Hauptgenossenschaft Nord AG als Empfänger von Zahlungen aus dem Europäischen Garantiefonds für Landwirtschaft (EGFL) unter sonstige Maßnahmen in einer Höhe von € 19.503.752,13 aufgeführt. In der nachfolgenden Presseberichterstattung wird in Teilen der Eindruck erweckt, dass die Hauptgenossenschaft Nord AG wirtschaftlich Subventionsempfänger aus Mitteln des EGFL wäre. Diese Interpretation ist falsch.
Zum größten Teil handelt es sich bei den ausgewiesenen Zahlungen (wie auch auf der Internetseite der Bundesanstalt in den Erläuterungen ersichtlich) um den staatlichen Ankauf von Getreide im Rahmen der Intervention. D.h. in diesen Fällen wurde durch das Unternehmen Getreide nicht an Kunden der Privatwirtschaft, sondern an den als Käufer am Markt agierenden Staat veräußert. Die Zahlungen entsprechen dem Gegenwert der staatlicherseits angekauften Produkte.
Der verbleibende Teil der Zahlungen betrifft die Hauptgenossenschaft Nord AG als Zahlungsempfänger von Subventionen, die eigentlich landwirtschaftlichen Unternehmen gewährt wurden. Die landwirtschaftlichen Unternehmen haben diese Forderungen gegenüber dem Staat im Rahmen eines üblichen Geschäftsgebarens bei deren Einkauf von Betriebsmitteln an die Hauptgenossenschaft Nord AG abgetreten. D.h. in diesen Fällen ist das Unternehmen zwar Empfänger des Zahlungsstromes nicht aber wirtschaftlich Begünstigter. Die Zahlungen sind wirtschaftlich der Gegenwert der in diesen Fällen von der Hauptgenossenschaft Nord AG an die Landwirtschaft veräußerten Betriebsmittel. Die Darstellung in der veröffentlichten Statistik ist hier irreführend, sofern daraus der Begünstigte der EU-Subventionen abgeleitet werden soll.
Subventionen aus dem EGFL im Sinne einer Unterstützung der wirtschaftlichen Tätigkeit des Unternehmens hat die Hauptgenossenschaft Nord AG im Jahr 2010 nicht erhalten.
Wir sind betroffen darüber, dass aufgrund einer nicht ausreichenden Klarstellung in den Statistiken der Veröffentlichung und einer in Teilen mangelhaften journalistischen Recherche der Eindruck entstanden ist, dass die Hauptgenossenschaft Nord AG und andere Handelsunternehmen Subventionsempfänger des Staates sind. Gerade in Zeiten einer hohen Sensibilisierung der Bevölkerung im Hinblick auf eine moderne und zukunftsorientierte Agrarwirtschaft erwarten wir sowohl von Seiten des zuständigen Ministeriums, wie auch von meinungsbildenden Medien einen ebenso sensiblen wie professionellen Umgang mit derartigen Informationen.
Kiel, den 2. Mai 2011
Der Vorstand der Hauptgenossenschaft Nord AG
O. Kamerichs D. Kock Dr. U. Schlenz
Ergänzende Informationen zur HaGe Kiel:
Die HaGe Kiel gehört mit über 2 Mrd € Umsatz im Jahr 2010 zu den großen Landhandelskonzernen in Deutschland. Sie beschäftigt rund 1.500 Mitarbeiter. Der Agrarhandel wird in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und den übrigen neuen Bundesländern direkt mit der Landwirtschaft betrieben. Im Großhandel bedient die HaGe über ihre Tochter BSL den gesamten deutschen Markt mit Dünger, Pflanzenschutzmitteln und Saatgut. Mit eigenen großen Umschlagsanlagen in Hamburg, Rostock und Kiel ist die HaGe in der internationalen Getreidevermarktung tätig und hat im vergangenen Jahr mehr als 50% der deutschen Weizenexporte abgewickelt.
Autor / Kontakt:
Hauptgenossenschaft Nord AG
Frau Ann-Kristin Paulsen
Kiel
URL: http://www.hagekiel.de
Hauptgenossenschaft Nord AG
Frau Ann-Kristin Paulsen
Kiel
URL: http://www.hagekiel.de
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