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Nachhaltige Flächenbelegung für nachwachsende Rohstoffe. Landwirtschaftliche Produktion tierischer Lebensmittel

Drucken 02.09.2010, 09:41 Uhr, Land & Forstwirtschaft

In zwei Kapiteln der Studie wird einerseits das Thema der Flächenverfügbarkeit erörtert, andererseits wird ausführlich die in Nutzungspfade, Ziele und Umweltwirkungen von nachwachsenden Rohstoffen eingeführt. In dem analytischen Teil der Studie wird zum einen produktionsseitig die Herstellung von Futtermittel in Deutschland bis 2030 untersucht. Auf der Konsumseite wird der unter bestimmten Annahmen prognostizierte Verbrauch tierisch basierter Nahrungsmittel für eben diesen Zeitraum berechnet. Für beide Seiten wird die jeweilige globale Inanspruchnahme landwirtschaftlicher Flächen bzw. das eventuelle Freisetzungspotenzial aus den projizierten Entwicklungen ermittelt. Abschließend folgen eine Bewertung der Ergebnisse im Rahmen der Fragestellungen zu den Flächenpotenzialen sowie eine kritische Reflektion der Auswirkungen des Booms nachwachsender Rohstoffe in Bezug auf Flächengerechtigkeit und Ernährungssicherheit.

Nachhaltige Flächenbelegung für nachwachsende Rohstoffe. Landwirtschaftliche Produktion und Konsum tierischer Lebensmittel in Deutschland

Mit ihrer ökologischen Bilanzierung nachwachsender Energieträger legten KALTSCHMITT und REINHARDT 1997 eine in ihrem Umfang bis dato nicht vorhandene und bis heute vielzitierte Umweltbewertung vor. Sie kommen dabei zu durchweg positiven Wirkungen in den Kategorien Verbrauch erschöpflicher Energieressourcen und Treibhauseffekt, insbesondere bei Getreide, Gräsern und Kurzumtriebeshölzern zur Wärmebereitstellung. Bei Ozonabbau (N2O-Emissionen) ergibt sich eine negative Umweltwirkung mit Ausnahme des Rapsanbaus für Dieselkraftstoff. Letzterer wirkt sich auch in der Kategorie Versauerung positiv aus, wobei hier das generelle Bild sehr uneinheitlich ist und stark von dem Verarbeitungsprozess abhängt. Beim Parameter Human- und Ökotoxizität ist wiederum nur Rapsöl positiv herausstechend, bei allen anderen Bioenergieträgern kommt es zu Mehrbelastungen.
Zusätzlich wurden die Faktoren Grundwasserbelastung, Biodiversität und Bodenfunktionen bewertet. Im Vergleich zu Referenzlandbau ergeben sich hier kaum Differenzen. Sie kommen zu dem Fazit, dass Bioenergieträger (…) zu einer umwelt- und klimaverträglicheren Energieversorgung in Deutschlands merklich beitragen können.
In 2000 veröffentlichen REINHARDT und ZEMANEK ihre Ökobilanz Bioenergieträger. Ihre Bewertung hinsichtlich der Bilanzparameter erschöpfliche Primärenergie, CO2-Äquivalente, Distickstoffoxid, SO2-Äquivalente, Gesamt-Stickstoff und Dieselpartikel, bezogen auf den Vergleich mit fossilen Energieträgern, fällt etwas inhomogener aus. Sie weisen darauf hin, dass je nach Gewichtung des Kriteriums Distickstoffoxid (N2O) die Bewertung positiv oder negativ ausfallen kann und enthalten sich einer abschließenden Aussage. Zudem machen sie bezüglich der Problematik bei der Rapsölnutzung darauf aufmerksam, dass die N2O-Emmissionen (…) die CO2-Vorteile auf Seiten des biogenen Lebensweges vollständig kompensieren und die CO2-Äquivalente zu null ausfallen.

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Autor / Kontakt:
Online Verlag new-ebooks.de
Herr Johannes Krüger
Dresden
URL: http://www.new-ebooks.de

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