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Klimawandel und Landwirtschaft. Eine umweltökonomische Analyse

Drucken 30.09.2010, 13:09 Uhr, Land & Forstwirtschaft

In der vorliegenden Studie wird erläutert, worin die Interdependenzen zwischen der Landwirtschaft und dem Klimawandel liegen. Auf der einen Seite ist die Landwirtschaft einer der größten Mit-Verursacher der Klimaänderung, weshalb dessen Einbindung in Klimaschutzziele längst überfällig ist. Andererseits ist die Landwirtschaft der Wirtschaftssektor, dessen Produktion am stärksten vom Klima abhängig ist.

Klimawandel und Landwirtschaft. Eine umweltökonomische Analyse

Die Entscheidung, die jedes produzierende Unternehmen bei der Mengenlösung zu treffen hat, ist: entweder den Ausstoß an THG-Emissionen bei der Produktion zu verringern oder Emissionsgenehmigungen zu kaufen.
Bei Einführung des Zertifikatesystems tritt die Umweltbehörde gemäß der Property-Rights-Theorie als Eigentümer der Umwelt auf und verteilt Verfügungsrechte über deren Nutzung an emittierende Unternehmen in Form von Zertifikaten.
Die Erstausgabe dieser Zertifikate erfolgt entweder durch Verkauf einzelner Emissionserlaubnisse zu einem vorher festgelegten Preis, durch ein Auktionsverfahren - bei dem Unternehmen Emissionszertifikate ersteigern können - oder durch freie Vergabe wie bspw. „Grandfathering“. Bei letztgenanntem Verfahren orientiert sich die Umweltbehörde am Status Quo der Emissionen, d. h. so genannte Alt-Emittenten bekommen in Höhe ihrer bisherigen Emissionen kostenlos Zertifikate zugeteilt, wodurch jedoch eindeutig Neuemittenten benachteiligt werden.
Um strategisches Verhalten der Altemittenten bei der Zertifikatsausgabe zu vermeiden (bspw. durch Emissionserhöhung vor Vergabe, um mehr Zertifikate zu bekommen), sollte die von der Umweltbehörde festgelegte Bemessungsgrundlage der Zertifikatsvergabe einige Zeit zurückliegen.
Durch Vergabe einer starren Anzahl an Zertifikaten (nach Festlegung des Emissionsstandards) kann die Umweltbehörde - und zwar unabhängig der Kenntnis der aggregierten Kostenfunktion der Emissionsvermeidung der Unternehmen - eine kosteneffiziente Internalisierung der externen Effekte erreichen.
Die Anzahl der vergebenen Zertifikate wurde dann Pareto-optimal gewählt, wenn der Zertifikatepreis dem Grenznutzen entspricht, welcher durch die Verbesserung der Umweltqualität erzielt wird...

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Autor / Kontakt:
Online Verlag new-ebooks.de
Herr Johannes Krüger
Dresden
URL: http://www.new-ebooks.de

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