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Biowein - purer Genuss

Drucken 24.09.2010, 15:58 Uhr, Land & Forstwirtschaft

Die Lust auf Wein kann einem schon vergehen, wenn mal wieder Meldungen über den Pestizideinsatz im Weinbau oder Rückstände im Wein die Runde machen. Dabei ist die Alternative so nahe liegend. In allen Studien und Untersuchungen schneiden Bioweine hinsichtlich des Schadstoffgehaltes deutlich besser als konventionelle Weine ab.

Bei der Erzeugung von Biowein ist der Einsatz von synthetischen Pflanzenschutzmitteln vollständig verboten und auch der Einsatz von leicht löslichen Mineraldüngern ist untersagt. Das bedeutet, dass dem Risiko von unerwünschten Rückständen im Wein schon an der „Wurzel“ begegnet wird. Kein Pestizideinsatz bedeutet keine Pestizidrückstände. So einfach dieser Zusammenhang ist, so anspruchsvoll ist die Umsetzung im Weinberg.

Wie hält der Biowinzer seine Reben gesund?

Der konventionelle Winzer spritzt seine Reben ja nicht, weil im dies so viel Spaß bereitet, sondern um Schädlinge oder Krankheiten der Rebe abzuwehren, die genau so auch die Reben des Biowinzers bedrohen. Das heißt, der Biowinzer muss einiges grundlegend anders machen, um ohne Pestizide auszukommen.

Biowinzer haben viele Wege entwickelt, um Krankheiten und Schädlinge im Zaum zu halten. Grundlage dafür ist ein gesunder und belebter Boden und vielfältige Lebensgemeinschaften im Weinberg. Dies erreicht der Biowinzer z.B. durch organische Düngung oder den Anbau von blühenden Untersaaten zwischen den Rebzeilen. Darauf aufbauend setzt er pflanzenstärkende Präparate ein, um die Widerstandskraft der Reben zu steigern. Hierzu gehören z.B. Fenchel- oder Algenextrakte. Auch Backpulver in Wasser aufgelöst hilft, um z.B. den Mehltaubefall zu verhindern.

Wichtig für den Biowinzer ist es, das Wachstum der Reben durch ständige „Laubarbeit“ zu begrenzen. Dabei werden überzählige Triebe und auch Trauben entfernt. Das Ergebnis ist eine vom Wind gut durchlüftete Rebzeile, die es Pilzkrankheiten schwerer macht, sich anzusiedeln.

Weniger Ertrag – mehr Genuss

Auch der Ertrag wird durch die Laubarbeit und die verhaltene Düngung reduziert. Und hier kommt wieder der Genuss ins Spiel. Weniger Ertrag bedeutet eine erhöhte Konzentration von Geschmacksstoffen in den verbliebenen Trauben. Genau so machen es Spitzenwinzer. Durch reduzierte Erträge wird erstklassiges Traubenmaterial erzeugt. Dieses wird schonend von Hand geerntet und ausgelesen. So entstehen Spitzenweine. Der biologische Anbau ist die beste Basis dafür.

Jetzt gilt es, diese Qualität im Keller zu erhalten. Hier zeigt sich das Fingerspitzengefühl des Winzers, aus besten Trauben einen hervorragenden Biowein zu erzeugen. Selbstverständlich ist nicht jeder Biowein ein Spitzenwein, aber durch die ökologische Erzeugung ist die wichtigste Grundlage dafür gelegt, hervorragende Bioweine für ungetrübten Genuss zu erzeugen.
Jetzt hilft nur noch probieren, und anhand der eigenen Vorlieben aus einer reichhaltigen Bioweinauswahl den passenden Wein zu finden.

Biowein-erlesen ist ein ständig wachsendes Biowein-Fachinformationsportal im Internet. Neben Informationen über die Erzeugung von Biowein werden Weinbaugebiete und Rebsorten vorgestellt. Zudem wird im Onlineshop ein reichhaltiges Sortiment erlesener Bioweine angeboten.


Autor / Kontakt:
biowein-erlesen
Herr Olaf Nitzsche
07749 Jena
URL: http://www.biowein-erlesen.de

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