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AGfaN begrüßt Kommissar Dallis harte Haltung im Streit um Legebatterien!
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24.02.2011, 17:21 Uhr, Land & Forstwirtschaft
Zu den Bremsern gehören Bulgarien, Griechenland, Irland, Polen, Slowakei und Tschechien. Insbesondere Polen kaufen alte Legekäfige auf, um darin in ihrem Land weiterhin Legehennen auszubeuten.
In Legekäfigen werden Hühner nach Ansicht der Tierschützer als reine „Produktionseinheiten“ und nicht als leidensfähige Mitgeschöpfe behandelt. Der geringfügig niedrigere Preis für Eier aus Käfighaltung (Code 3) rechtfertige nicht das lebenslange Leiden der eingesperrten Tiere. Die Betreiber von Legebatterien sollten endlich ihre Blockadehaltung aufgeben. Wendt fordert die Verbraucher auf, nur noch Eier aus Biohaltung (Code 0), Freilandhaltung (1) oder notfalls aus der nicht optimalen Bodenhaltung (2) zu kaufen. Da die meisten Menschen ohnehin zuviel tierisches Eiweiß konsumieren, sei die Reduzierung allein schon aus gesundheitlichen Gründen sinnvoll. Damit könne der gerechtfertigte Mehrpreis für tierschutzgerecht erzeugte Eier leicht ausgeglichen werden.
Tierschützer und Tierfreunde lehnen auch die Legebatterien mit den Käfigen des neuen Typs ab. Diese werden auf EU-Ebene als „ausgestaltete Käfige“ (enriched cages) bezeichnet. In Deutschland heißen sie gemäß Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung offiziell „Kleingruppenhaltung“. Die deutsche Geflügelwirtschaft nennt sie zur Verbrauchertäuschung in beschönigender Absicht auch „Hühner-WG“ und „Kleinvoliere“, obwohl die Hennen darin absolut nicht fliegen können, was mit dem Wort „Voliere“ (frz. volare = fliegen) suggeriert werden soll.
Text zum Foto: Sechs EU-Länder wollen weiterhin Legehennen in solchen Käfigen / Legebatterien leiden lassen. © Ingrid Wendt / AGfaN e.V.
Die "Arbeitsgemeinschaft für artgerechte Nutztierhaltung" e.V. (AGfaN) ist ein Tierschutzfachverband, der sich schwerpunktmäßig mit der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung befasst. Sie lehnt die Nutztierhaltung nicht prinzipiell ab. Sie wendet sich aber entschieden gegen die praxisübliche Ausbeutung dieser leidensfähigen Mitgeschöpfe, die fast immer eng zusammengepfercht und bei Dämmerlicht vegetieren müssen. Das Anpassen der Tiere an die tierfeindlichen Lebensbedingungen durch Schnabelkürzen bei Puten, Moschus(Flug-)enten und Legehennen und das Kürzen der Schwänze bei Ferkeln sowie das Enthornen der Rinder wird abgelehnt.
Autor / Kontakt:Arbeitsgemeinschaft für artgerechte Nutztierhaltung e.V. - Tierschutzfachverband
Herr Eckard Wendt
21435 Stelle
Fon: 04174-5181
Fax: 04174-5181
URL: http://www.tierschutz-landwirtschaft.de
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