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Neue OZ: Kommentar zu Gerhard Richter
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03.02.2012, 22:00 Uhr, Kunst & Kultur
Die Spitzenpreise für seine eigenen Bilder nennt Gerhard Richter "absurd". Zur gleichen Zeit hat die Kunstszene längst ihr Urteil über den Maler gefällt: Richter steht schon jetzt als feste Größe der Kunstgeschichte fest. Sein Werk hat Bestand - weit über unsere Zeit hinaus.
Das Votum beeindruckt und irritiert zugleich. Denn die Depots der Museen sind voll von Kunstwerken jener Meister, die ihre jeweilige Gegenwart als Helden für die Ewigkeit ausgerufen hatte. Ob Antonio Canova, Alexandre Cabanel oder Franz von Lenbach - dies sind nur drei Namen einstiger Berühmtheiten, die Stars waren, heute oft aber nur noch Liebhabern und Fachleuten lebendige Gegenwart sind.
Und Gerhard Richter? Sein Werk dominiert das Kunstleben der Gegenwart wie nur wenige andere. Manch andere, oft selbst ernannte Größe scheint da abgehängt. Seien wir mutig: Ja, Richters Werk wird sich halten. Und das aus einem einfachen Grund: Richters Bilder erklären eine ganze Epoche.
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