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Neue OZ: Kommentar zu Denkmäler / Literatur / Heinrich Heine
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01.10.2010, 22:00 Uhr, Kunst & Kultur
Heinrich Heine darf nicht vor der Bremer Bürgerschaft stehen. Ein Skandal? Diesmal ausnahmsweise nicht. Hamburg reservierte dem berühmten Dichter einen Platz vor dem Rathaus. In Bremen steht dort hingegen der Roland - Freiheitssymbol und obendrein Weltkulturerbe. Da musste die Heine-Figur nicht auch noch stehen. Weniger ist jetzt wirklich mehr.
Zum Aufreger taugt die Plastik von Waldemar Grzimek heute ohnehin nicht mehr. Zu betulich wirkt die Formensprache einer Figur, die im Parkgürtel der Wallanlagen besser aufgehoben scheint. In der Nähe des Marcks-Hauses erfüllt sie ihren Zweck am besten - als Freiluft-Exponat.
Weitaus geringer wiegt diese Arbeit als Beitrag zur aktuellen Diskussion um Sinn und Zweck des öffentlich aufgestellten Denkmals. In diesem Kontext hat die gegenständliche Figur ihren Platz längst räumen müssen - für abstrakte Formfindungen wie das Berliner Holocaust-Mahnmal oder architekturale Gestaltungen, wie sie Dani Karavan exemplarisch entwirft. Was manche Medien als Bremer Denkmal-Streit ausgerufen haben, ist, daran gemessen, wirklich nicht der Rede wert.
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