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Neue OZ: Kommentar zu Auftakt chinesisches Kulturjahr
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26.01.2012, 22:00 Uhr, Kunst & Kultur
Nach wie vor sitzen chinesische Künstler in Haft oder stehen unter Hausarrest. Trotzdem bietet Deutschland dem Land eine Bühne, eröffnet mit Christian Wulff der höchste Repräsentant unseres Landes ein chinesisches Kulturjahr. Dabei wäre doch der Boykott die angemessene Reaktion - oder?
Kultureller Austausch mit Staaten, die es mit den Menschenrechten nicht so genau nehmen, ruft Kritiker auf den Plan - siehe die Aufklärungsschau in Peking, deren Für und Wider heftig diskutiert wurde. Gleichzeitig dürfen Wirtschaftsunternehmen ihre lukrativen Geschäftskontakte pflegen.
Nun setzt sich ein Kulturjahr nicht zum Ziel, dem Regime eine Werbeplattform zu bieten. Vielmehr geht es darum, die reiche Kultur Chinas und ihre Macher hier vorzustellen, einen kulturellen Austausch in Gang zu setzen und am Leben zu halten. So entsteht ein Forum, um die Missstände anzuprangern - um die sich Wirtschaftsunternehmen nicht scheren müssen.
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