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Ölgemälde - Klassiker für die Ewigkeit

Drucken 13.07.2010, 22:21 Uhr, Kunst & Kultur
Ölgemälde können riesig groß sein und winzig klein, diese Technik erlaubt jedes Format. Ölgemälde kann man in imposanten Rahmen aufhängen und ganz ohne Rahmen, also pur, aufstellen. Ölgemälde sind robust und überdauern Jahrzehnte und Jahrhunderte, sobald die Leinwand fest und fachmännisch auf den richtigen Rahmen gespannt worden ist.
Ölfarben enthalten Pigmente, und ihre Bindemittel bestehen aus trockenen pflanzlichen Ölen, denen Standöl zugesetzt werden kann, aber keineswegs muss. Bei den Farben, die in der Kunst verwendet werden, bevorzugen die Hersteller gern Leinöl als Bindemittel, zuweilen jedoch durchaus auch Mohnöl.
Man unterscheidet zwischen reinen und Harz-Ölen, die manchmal auch geringe Wachszusätze enthalten können. Öle können dick deckend oder aber lasierend aufgetragen werden - die Zusätze von Lack und Harz sorgen dafür, dass die Kunstwerke mehr Glanz erhalten. Der Unterschied zu Temperafarben oder zu Aquarellfarben besteht darin, dass sich die Ölfarben beim Trocknen kaum verändern - das heißt, dass der Künstler die spätere Wirkung der jeweiligen Farbe sofort nach dem Auftragen erkennen und einschätzen kann.
Vor langer Zeit haben die Künstler das Öl selbst angerieben und das Material dann in Beutelchen aufbewahrt, die aus Haut hergestellt worden sind. Am Anfang des 18. Jahrhunderts dann wurden die Ölfarben gebrauchsfertig in Blechzylinder gefüllt und darin aufbewahrt - Mitte des 19. Jahrhunderts verbesserten die Händler ihre Aufbewahrungsmethoden und füllten die Farben in Tuben, wie man sie noch heute verwendet.
Die Künstler drücken jedoch nun beim Malen nicht jedes Mal die Farbe aus der Tube. Vielmehr benutzen sie eine Palette, das ist ein ovales Brett mit einem Loch zum Halten; auf dieser Unterlage drückt der Maler verschiedene Farben aus, die er dann anschließend meist mischt; auf der Palette probiert er die unterschiedlichsten Mischungen auf ihre Wirkung hin aus, bevor er sie auf die Leinwand bringt. Diese Palette - aus dem Französischen, wörtlich: kleines rundes Brett - ist ihrer Übersetzung gemäß in den meisten Fällen aus poliertem Holz. Als Verdünnungsmittel dient Terpentin.
Seit jeher haben die Maler an dieser Technik geschätzt, dass die Farben einerseits gut miteinander zu mischen und andererseits klar zu trennen sind und nicht, wie bei Wasserfarben zum Beispiel, ständig ineinander laufen und sich nicht immer im Sinne ihres kreativen Nutzers eigenwillig vermengen. Natürlich kann es passieren, dass die an sich äußerst haltbaren Gemälde nach Jahrzehnten, Jahrhunderten austrocknen und mürbe werden. Dann sind die geschickten Restauratoren gefragt, die mit ihrer Kunst dafür sorgen, dass die müden Bilder wieder leuchten und dass alle Risse und Macken verschwinden.

www.oelgemaelde.org


Autor / Kontakt:
oelgemaelde.org
Frau Anette Reimers
Herrenberg

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