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FT: Zum Kreuzfahrt-Drama vor der italienischen Küste: "Reisen mit Restrisiko"

Drucken 15.01.2012, 20:10 Uhr, Kunst & Kultur
Flensburg (ots) - Das verunglückte Kreuzfahrtschiff ist ein trauriges Symbol für die Unvollkommenheit moderner Technik und menschlichen Handelns. Offensichtlich hatte die Schiffsführung den Kurs verfehlt; das folgende Chaos an Bord wäre jedoch vermeidbar gewesen, hätte die Mannschaft professioneller reagiert. So erinnert das Durcheinander fatal an die "Titanic" vor 100 Jahren. Sollte sich der Kapitän vor Rettung seiner Passagiere davon gemacht haben, wäre der Skandal perfekt. Derart viel Verantwortungslosigkeit wäre unentschuldbar.

Dennoch sollte die Kreuzfahrtzunft nicht pauschal verurteilt werden. Kleine Schäden können zwar bei Anlandungen und schweren Stürmen entstehen, Untergänge, Havarien oder Brände werden aber immer seltener. Leider scheinen die so genannten "Megaschiffe" jedoch besonders unfallträchtig zu sein: Eislaufbahnen, Golfplätze, Kletterwände und Parkanlagen verschlingen Gelder, die sinnvoller in Sicherheitsvorkehrungen investiert werden sollten.

Jeder Kreuzfahrt-Passagier muss wissen, dass der Mensch die Natur nie völlig besiegen kann. Reisen ist und bleibt riskant - per Auto, Bahn, Flugzeug oder Schiff. Absolute Gefahrlosigkeit bleibt unerreichbar - trotz hoher Sicherheitsstandards und moderner Kommunikationstechnik.

von Friederich Mielke



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