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Ausstellung von Andreas Bergmann
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01.03.2007, 19:52 Uhr, Kunst & Kultur
Ausstellungsdauer: 5. März bis 6. Juli 2007
Ausstellungsort: Zahnarztpraxis Matys, Altes Schützenhüttengäßchen 27, Frankfurt am Main
Normalerweise ist in einer Fotografie ein einziger, kurzer Augenblick und ein einziger Ort festgehalten. Doch in den Fotos von Andreas Bergmann spiegelt sich eine ganze Reise wider – eine Reise von Frankfurt nach Eisenach und zurück: Mit Hilfe der fotografischen Technik der Doppelbelichtung wird dies möglich. Indem Andreas Bergmann ein Motiv aus seiner Heimatstadt Eisenach mit einem Motiv seiner neuen Wirkungsstätte Frankfurt überblendet, kann Bergmann in einer Fotografie zwei weit voneinander entfernte Orte abbilden.
Einfach wäre die Arbeit von Bergmann, wenn er sich zur Erstellung seiner Bilder der neuen, digitalen Medien bedienen würde. Diese erlauben es, zwei Fotografien am Computer ohne viel Arbeit übereinander zu blenden. Doch so einfach macht es sich der sechsunddreißigjährige Betriebswirtschaftler nicht. Er nutzt die – oft schon als altmodisch bezeichnete – analoge Fototechnik einer Spiegelreflexkamera. Das macht es notwendig, für ein Foto, dessen erstes Motiv er in Frankfurt ablichtet, ins 200 km entfernte Eisenach zu reisen. Hier nimmt er dann das zweite Motiv auf. Pro Reise entsteht so nur ein einziges fertiges Bild. Dieses besticht durch seine motivischen Überlagerungen, die zunächst irritieren und damit eine Herausforderung für den Betrachter darstellen.
Eine Dritte Belichtung der Fotografien wäre freilich außerdem möglich. Doch Andreas Bergmann ist ein Mensch, der wohlüberlegt einen Schritt nach dem anderen geht. Bereits die gezielte Zweifachbelichtung macht diverse Vorüberlegungen notwendig: zum Beispiel muss die Positionierung der beiden Motive auf dem Bild zueinander passen. Auch die jeweilige Belichtungszeit bei zwei unterschiedlich hellen Objekten muss passgenau ausgewählt werden. Aufgrund dieser notwendigen Vorüberlegungen hat Andreas Bergmann es bisher auch vermieden, Motive in Bewegung zu fotografieren. Hier wäre die genaue Abstimmung noch schwieriger.
Neben den Bildern präsentiert Andreas Bergmann bei der Eröffnung der Ausstellung auch sein Buch. Dieses trägt den gleichen Titel wie die Ausstellung. Die in ihm gesammelten kurzen Prosatexte und Gedichte spiegeln die kritische Auseinandersetzung Bergmanns mit seinen beiden Wirkungsstätten Eisenach und Frankfurt wider. Die Texte lenken den Blick unter anderem auf die Eigenarten des modernen Großstadtlebens und dessen Arbeitswelt. Nüchtern schreibt Bergmann in Bezug auf die Veränderungen, die sich für ihn nach der Wende ergeben haben: „die Partei mit ihren Ohren gibt es nicht mehr, dafür hat man jetzt einen Chef, übergroße Konkurrenz und Neider“. Freiheit sei das nicht, nur die Leine sei etwas länger: „Geändert hat sich leider nix, nur Raider heißt jetzt Twix“.
Vor diesem Hintergrund sei es umso wichtiger, so Bergmann, dass man Nischen für Inspiration und Kreativität entdecke und erweitere. Er selbst nutze zum Beispiel die Mittagspause seines Bürojobs um ausgerüstet mit Kamera und Notizblock das Frankfurter Bankenviertel zu erkunden.
Ausstellungsort: Zahnarztpraxis Matys, Altes Schützenhüttengäßchen 27, Frankfurt am Main
Einfach wäre die Arbeit von Bergmann, wenn er sich zur Erstellung seiner Bilder der neuen, digitalen Medien bedienen würde. Diese erlauben es, zwei Fotografien am Computer ohne viel Arbeit übereinander zu blenden. Doch so einfach macht es sich der sechsunddreißigjährige Betriebswirtschaftler nicht. Er nutzt die – oft schon als altmodisch bezeichnete – analoge Fototechnik einer Spiegelreflexkamera. Das macht es notwendig, für ein Foto, dessen erstes Motiv er in Frankfurt ablichtet, ins 200 km entfernte Eisenach zu reisen. Hier nimmt er dann das zweite Motiv auf. Pro Reise entsteht so nur ein einziges fertiges Bild. Dieses besticht durch seine motivischen Überlagerungen, die zunächst irritieren und damit eine Herausforderung für den Betrachter darstellen.
Eine Dritte Belichtung der Fotografien wäre freilich außerdem möglich. Doch Andreas Bergmann ist ein Mensch, der wohlüberlegt einen Schritt nach dem anderen geht. Bereits die gezielte Zweifachbelichtung macht diverse Vorüberlegungen notwendig: zum Beispiel muss die Positionierung der beiden Motive auf dem Bild zueinander passen. Auch die jeweilige Belichtungszeit bei zwei unterschiedlich hellen Objekten muss passgenau ausgewählt werden. Aufgrund dieser notwendigen Vorüberlegungen hat Andreas Bergmann es bisher auch vermieden, Motive in Bewegung zu fotografieren. Hier wäre die genaue Abstimmung noch schwieriger.
Neben den Bildern präsentiert Andreas Bergmann bei der Eröffnung der Ausstellung auch sein Buch. Dieses trägt den gleichen Titel wie die Ausstellung. Die in ihm gesammelten kurzen Prosatexte und Gedichte spiegeln die kritische Auseinandersetzung Bergmanns mit seinen beiden Wirkungsstätten Eisenach und Frankfurt wider. Die Texte lenken den Blick unter anderem auf die Eigenarten des modernen Großstadtlebens und dessen Arbeitswelt. Nüchtern schreibt Bergmann in Bezug auf die Veränderungen, die sich für ihn nach der Wende ergeben haben: „die Partei mit ihren Ohren gibt es nicht mehr, dafür hat man jetzt einen Chef, übergroße Konkurrenz und Neider“. Freiheit sei das nicht, nur die Leine sei etwas länger: „Geändert hat sich leider nix, nur Raider heißt jetzt Twix“.
Vor diesem Hintergrund sei es umso wichtiger, so Bergmann, dass man Nischen für Inspiration und Kreativität entdecke und erweitere. Er selbst nutze zum Beispiel die Mittagspause seines Bürojobs um ausgerüstet mit Kamera und Notizblock das Frankfurter Bankenviertel zu erkunden.
Autor / Kontakt:
Zahnarztpraxis Matys
Evelyn Matys
Frankfurt am Main
Fon: 069-682824
URL: http://www.zahnarztpraxis-matys.de
Zahnarztpraxis Matys
Evelyn Matys
Frankfurt am Main
Fon: 069-682824
URL: http://www.zahnarztpraxis-matys.de
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