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Rückblick Weltdiabetestag: Liefern Masterpläne tatsächlich Lösungsansätze für die Diabetesepidemie?
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16.11.2011, 15:53 Uhr, Gesundheit & Medizin
Aktuelle Zahlen zur Diabeteshäufigkeit lehren dem Gesundheitssystem das Fürchten. Laut Ärzte Zeitung erkranken jährlich rund 270.000 Bürger an Diabetes, das entspricht über 700 Neuerkrankungen täglich (1). Um der Krankheit endlich Einhalt zu gebieten, fordern führende Diabetesorganisationen einen Nationalen Diabetesplan. Während die International Diabetes Federation (IDF) bereits einen Aktionsplan vorstellte, legt nun auch die Deutsche Diabetesgesellschaft (DDG) erste Entwürfe für einen entsprechenden Maßnahmenkatalog vor. Dieser sieht Handlungsbedarf vorrangig bei der Primärprävention, der Früherkennung, der Versorgung und der Forschung sowie der Information und Schulung.
Erfahrene Ernährungswissenschaftler drängen wiederum zu einem Umdenken in der Ernährungstherapie. Entgegen dem in den Leitlinien geforderten hohen Kohlenhydratkonsum kristallisieren sich in der Praxis vermehrt die Vorteile einer kohlenhydratärmeren Ernährung heraus. Diabetikern ermöglicht die Kost vor allem eine bessere Kontrolle ihrer Blutzuckerwerte und damit verbunden eine Verringerung der Medikation – eigentlich ein wünschenswertes Ziel. Positive Veränderungen der Blutfettwerte erlauben zusätzlich eine Einsparung von Lipidsenkern. Eine gleichzeitig auftretende Gewichtsabnahme senkt zudem das Risiko für zahlreiche Folgeerkrankungen. Die Liste ließe sicherlich noch weiter ergänzen.
Eine kohlenhydratärmere Ernährungsweise zeigt durchaus Erfolge, wenn auch nicht jeder Diabetiker darauf anspricht. Individuelle Empfehlungen sind folglich ein absolutes Muss in der Diabetestherapie. Doch hier liegt das Problem, was Therapeuten wie auch Patienten den Kampf gegen die Krankheit erschwert: Master- oder Nationale Aktionspläne lassen kaum Spielraum für patientenspezifische Therapieempfehlungen. Ernährungstherapeuten sollen – möglichst mit erhobenem Zeigefinger – streng nach Leitlinien beraten. Der Patient fühlt sich bei ausbleibendem Erfolg unter Druck gesetzt und verbindet Essen zunehmend mit Angst. Dass das Therapieziel so zum Scheitern verurteilt ist, dürfte einleuchten.
Welchen Einfluss verschiedene Ernährungsfaktoren auf die Erkrankung ausüben sowie alles Wissenswerte zur Erkrankung erfahren Sie im übersichtlichen Fachkompendium Diabetes mellitus, das unter www.fet-ev.eu erhältlich ist.
Quelle: 1) Ärzte Zeitung Online; 14.11.2011
Die Fachgesellschaft für Ernährungstherapie und Prävention (FET) e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der die Ernährungssituation in Deutschland im Hinblick auf die Ernährungstherapie und Prävention ernährungsmitbedingter Erkrankungen analysiert und bestrebt ist, diese mit geeigneten Methoden fächerübergreifend zu verbessern.
Autor / Kontakt:
Fachgesellschaft für Ernährungstherapie und Prävention (FET) e.V.
Frau Christine Langer
Aachen
Fon: 0241 - 160 35 683
Fax: 0241 - 160 35 684
URL: http://www.fet-ev.eu
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