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Rheuma einfach wegessen?
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01.03.2007, 13:20 Uhr, Gesundheit & Medizin
Um den Krankheitsverlauf möglichst früh beeinflussen zu können, ist eine rechtzeitige Diagnose rheumatischer Erkrankungen von besonderer Bedeutung. Mit Fortschreiten der Entzündungen in den Gelenken können später auch die Muskeln, das Lungengewebe, die Bronchien, das Herz und die Leber betroffen sein. Schlimmstenfalls landen die Betroffenen im Rollstuhl. Derzeit behandeln Ärzte die entzündlichen Prozesse mit Hilfe von Medikamenten wie Kortison und Schmerzmitteln. Diese bewirken neben den üblichen Nebenwirkungen einer Langzeitbehandlung auch die Schwächung des Immunsystems des Patienten, was zu einer höheren Infektanfälligkeit führt. Aus diesen Gründen sind ergänzende Maßnahmen erforderlich.
Neben einer Bewegungstherapie empfiehlt Dr. Pfeil eine konsequente Ernährungsumstellung, insbesondere der rheumatoiden Arthritis, deren Ziel die Verminderung und Hemmung entzündungsfördernder Substanzen ist. Als Einstieg empfiehlt der Ernährungsmediziner proteinmodifiziertes Fasten unter ärztlicher Aufsicht. In der weiteren Ernährung sind Lebensmittel mit einem hohen Gehalt an Arachidonsäure zu meiden. Diese ist für Rheumatiker schädlich, da sie entzündliche Prozesse im Körper begünstigen. Arachidonsäure ist vorrangig in tierischen Produkten wie Fleisch und Eiern enthalten. Durch die Umwandlung der Arachidonsäure in Eicosanoide spielt diese eine entscheidende Rolle für die Entzündungsreaktion. Weiter empfiehlt sich ein hoher
Verzehr an Seefisch – ausgenommen Thunfisch. Grund sind die in Fischölen enthaltenen Omega-3-Fettsäuren, welche einen positiven Einfluss auf den Entzündungsverlauf haben. Daneben sollen hauptsächlich pflanzliche und fettarme, aber eiweißreiche Lebensmittel auf dem Speisezettel stehen. Beispiele hierfür sind fettarme Kuhmilch, Magerquark, sowie generell pflanzliche Lebensmittel.
Bei den Fetten sind hochwertige Oliven- und Rapsöle den gesättigten, tierischen Fetten vorzuziehen. Langjährige Erfahrungen des praktizierenden Ernährungsmediziners Dr. Pfeil zeigen, dass sich Übergewicht ebenfalls nachteilig auf Rheuma auswirkt. Daher empfiehlt er eine langsame, kontrollierte, aber langfristige Gewichtsabnahme.
Auch eine Supplementierung mit körpereigenen Mikronährstoffen wie Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen ist in vielen Fällen sinnvoll. Die chronischen Entzündungsprozesse verhindern oft eine ausreichende Aufnahme dieser Mikronährstoffe, zudem liegt der Bedarf häufig über dem Normalmaß. Es empfiehlt sich deshalb, diese Defizite mit Nahrungsergänzungsmitteln gezielt und individuell nach Absprache mit dem behandelnden Arzt auszugleichen.
Eine konsequente Ernährungsumstellung kann somit einen wichtigen Teil dazu beitragen, den Krankheitsverlauf rheumatischer Erkrankungen zu mildern. 3.409 Zeichen
Redaktion: Verena Schüttig
Autor / Kontakt:
Fachgesellschaft für Ernährungstherapie und Prävention (FET) e.V.
Frau Anja Baustian
Aachen
Fon: 0241 - 96 10 30
Fax: 0241 - 96 10 322
URL: http://www.fet-ev.eu
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