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Keramikimplantat oder künstliche Zahnwurzel aus Titan?

Drucken 01.02.2012, 12:04 Uhr, Gesundheit & Medizin

Berliner Oralchirurg über Material u. Verarbeitung von Zahnimplantaten

- Implantat aus Reintitan deutlich im Vorteil gegenüber Keramikimplantat
- Keramikimplantat hat Schwächen bei Einheilung und Haltbarkeit
- Technologie der Titanimplantate hängt Ästhetik der rein weißen ab
- Behandlungskomfort bei Keramikimplantaten eingeschränkt

Berlin (zahnärzte edelweiss/01.02.2012) „Titanimplantate haben Keramikimplantaten 3 Jahrzehnte Erfahrungen voraus“, sagt Dr. Peter Kienzle, Oralchirurg und Implantologe in der Zahnarztpraxis edelweiss, Berlin Charlottenburg. Kienzle verwendet bei Implantationen ausschließlich Titanimplantate. Keramikimplantate sind aus Sicht des Oralchirurgen noch nicht ausgereift und bergen zu viele Risiken und Unwägbarkeiten. Das betrifft z. B. die Einheilphase, bei Keramikimplantaten im Vergleich zu solchen aus Metall ist sie oft doppelt so lang. Das betrifft aber auch die Lebensdauer des Keramikimplantats, über die es bislang nur wenige wissenschaftliche Studien gibt. Eine aktuelle der Universität Freiburg wies kürzlich nach, dass an Keramikimplantaten 2 Jahre nach Einheilung plötzlich Entzündungen und Knochenverlust auftreten. Warum, weiß man bisher nicht. Letztlich kritisiert der Implantat-Experte auch die Kosten eines Keramikimplantats und die Umstände, mit denen das Einsetzen und die Versorgung mit Zahnersatz für den Patienten verbunden sind. „Die Implantation selbst ist schon recht aufwendig. Da sollte doch der gesamte Prozess bis hin zum fertigen Ergebnis für den Patienten weitgehend stressfrei sein!“ so Kienzle.

Diese Forderung kann das Keramikimplantat derzeit nicht erfüllen. Es lässt sich aufgrund seiner Form deutlich schwerer verarbeiten. Knochenaufbauende Maßnahmen und die Implantation selbst lassen sich nicht in einer OP durchführen wie bei Titanimplantaten, sondern nur bei einem zusätzlichen Eingriff. Einteilige Keramikimplantate müssen für den Zahnersatz individuell beschliffen werden. Das kann zu Materialrissen führen und die Materialermüdung beschleunigen. Bei zweiteiligen Keramikimplantaten ist die Verschraubung beider Komponenten ausgeschlossen. Das Material ist dafür ungeeignet. Bei Titanimplantaten führt aber genau diese Form der Verankerung zu langfristiger Stabilität. Keramikimplantate werden statt dessen geklebt. Ihre Stabilität ist nicht erwiesen. Hinzu kommt die Tatsache, dass Keramikimplantate schlechter einwachsen. Das birgt die Gefahr einer Wundheilungsstörung und damit einer Entzündung des Kieferknochens. Weil sich Keramikimplantate auch nicht mit wachstumsfördernden Substanzen überziehen lassen, dauert das Einheilen manchmal doppelt so lange wie bei einem Titanimplantat.

„Dabei ist das schnelle Einwachsen eines Implantats immens wichtig für dessen langfristige Stabilität und den Erfolg der Implantation überhaupt“, erklärt Oralchirurg Kienzle. Im Gegensatz zu Titanimplantaten, die während der so genannten Osseointegration vollständig vom Zahnfleisch bedeckt sind, ragen einteilige Keramikimplantate während der Heilungsphase monatelang aus dem Zahnfleisch heraus. So sind sie meist zu früh Belastungen ausgesetzt, die den Einheilprozess stören oder sogar zum Misserfolg führen. Spätestens an dieser Stelle relativieren sich für Peter Kienzle die ästhetischen Vorzüge eines metallfreien Keramikimplantats. Bei Reintitanimplantaten gilt als gesichert, dass sie biokompatibel sind. Sie lösen keine allergischen Reaktionen aus und werden vom Gewebe nicht als Fremdkörper abgestoßen. Speziell entwickelte, mikrostrukturierte Oberflächen fördern sogar das Einwachsen von Titanimplantaten.

Dieser Prozess verläuft bei Keramikimplantaten nicht nur langsamer, sondern auch komplizierter und unangenehmer für den Patienten. Die in die Mundhöhle ragenden Keramikimplantate müssen über lange Zeit vor zu früher Belastung geschützt werden. Schon Zungen- oder Wangendruck kann zum Problem werden. Deshalb müssen Patienten rund um die Uhr und oft wochenlang Kunststoffschienen tragen, deren Komfort wenig überzeugt. Halten sich die Patienten aber nicht an diese ärztliche Anweisung, kann sich das Keramikimplantat verschieben, was den Erfolg der Implantation gefährdet oder sogar zunichte macht. Auf einer speziellen Themenseite informiert der Berliner Implantat-Experte Peter Kienzle seine Patienten ausführlich über Implantationen. Und die Antworten auf zahlreiche Fragen zum Thema finden sich unter www.zahnimplantate-berlin-west.de/ablauf-zahnimplantation. Die in der Zahnarztpraxis edelweiss verwendeten Zahnimplantate aus Reintitan sind Produkte deutscher Hersteller, ihre Verarbeitung wird lückenlos dokumentiert.

Foto ©mitya - Fotolia.com: Optimal einzusetzen – mehrteiliges Titanimplantat mit Zahnkrone

Die Zahnarzt Praxis edelweiss am Kurfürstendamm in Berlin Charlottenburg ist auf Zahnimplantate und Prophylaxe, hochwertigen Zahnersatz wie Veneers und Keramik-Inlays sowie auf die Parodontose-Therapie bei Zahnfleischentzündungen spezialisiert. Wurzelbehandlung und Oralchirurgie, u. a. Weisheitszahn-OP, Wurzelspitzenresektionen sowie Knochenaufbau für die Implantologie, gehören gleichfalls zum Leistungsspektrum. Das fachliche Know-how der Praxisinhaber unterstreicht ihr zahnärztliches Angebot. Dr. Peter Kienzle ist Fachzahnarzt für Oralchirurgie mit dem zertifizierten Tätigkeitsschwerpunkt Implantologie. Dr. Simone Schauer hat sich in einem mehrjährigen Zusatzstudim zum Master of Science Ästhetisch-rekonstruktive Zahnmedizin qualifiziert. Beide sind langjährig erfahrene Zahnärzte. Sie legen großen Wert auf Präzision, Funktionalität und modernste minimalinvasive Behandlungsmethoden. In ihrer Praxis kommt deshalb erstklassige Technik, wie Lupenbrille, OP Mikroskop, digitales Röntgen und eine intraorale Kamera, zum Einsatz. Elegantes Praxisdesign unterstreicht den hohen ästhetischen Anspruch der edelweiss Zahnärzte und sorgt für entspannte Atmosphäre.


Autor / Kontakt:
Zahnärzte edelweiss
Frau Dr. Simone Schauer
Berlin
Fon: 030 81 82 59 09
URL: http://www.zahnaerzte-edelweiss.de

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