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Die Rolle der Anciennität in der Entscheidungsfindung
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31.01.2011, 11:24 Uhr, Gesundheit & Medizin
Das vorliegende Buch leistet einen Beitrag zur psychologischen Entscheidungsforschung, indem das Ausmaß der Verwendung der Anciennitätsheuristik (AH) empirisch untersucht wird. Begründet wurde die Entscheidungsregel AH von Vitouch, die die Präferenz für das Ältere (z. B. das Gründungsjahr einer Institution) beinhaltet und in Situationen der Unsicherheit Anwendung findet. Vitouch postuliert, dass die AH besonders häufig verwendet wird, wenn mit Informationen über das Alter (Gründungsjahr) von unbekannten Optionen der Eindruck des Sich-Bewährt-Habens verbunden ist (Standing the Test of Time). In der vorliegenden Studie wird untersucht, ob ältere Menschen (45-60 Jahre) eher dazu tendieren Informationen über die Anciennität einer Institution im Entscheidungsprozess zu verwenden, als jüngere Menschen (20-35 Jahre). Die vorgeschlagene Prominenz von Altershinweisen wird erörtert, indem die entsprechende Verwendungshäufigkeit des Gründungsjahres (Seniority-Cue) mit der von weiteren, rivalisierenden und validen Cues verglichen wird.
Die Rolle der Anciennität in der Entscheidungsfindung
Eine prozessorientierte Untersuchung anhand rivalisierender Cues
Payne und Svenson sehen einen Entscheidungsprozess differenzierter, da mit der Wahl einer Option der Prozess nicht abgeschlossen ist. Die Autoren kontrastieren den Entscheidungsprozess in einen Pre- und Post-Decision Process oder Phase (Vor- und Danach-Phase). In der Phase vor der Entscheidung sind für die Forschung Fragen wie ´werden Handlungsoptionen generiert, wie wird das Problem kognitiv strukturiert, welches Wissen wird herangezogen?´ relevant. Die der Phase nach der Entscheidung analysieren WissenschaftlerInnen, wie gut der/die EntscheiderIn die Entscheidung erinnert, wie er/sie die Informationen aufgenommen hat, oder wie die Entscheidung im Nachhinein bewertet wird.
Nach Svenson sind nicht nur die verfügbaren Informationen, die vor einer Wahl gesammelt werden, für die Entscheidungsforschung essentiell. Der Prozess nach einer Wahl ist ebenfalls von Bedeutung. Die Post-Phase bei einer Entscheidung gibt nach Svenson und Benthorn über die Qualität der bereits gemachten Entscheidung Aufschluss und zeigt, welche Erfahrungen der/die EntscheiderIn aus dieser Wahl für zukünftige Entscheidungen ableiten kann.
Naturwissenschaften eBooks
Eine prozessorientierte Untersuchung anhand rivalisierender Cues
Payne und Svenson sehen einen Entscheidungsprozess differenzierter, da mit der Wahl einer Option der Prozess nicht abgeschlossen ist. Die Autoren kontrastieren den Entscheidungsprozess in einen Pre- und Post-Decision Process oder Phase (Vor- und Danach-Phase). In der Phase vor der Entscheidung sind für die Forschung Fragen wie ´werden Handlungsoptionen generiert, wie wird das Problem kognitiv strukturiert, welches Wissen wird herangezogen?´ relevant. Die der Phase nach der Entscheidung analysieren WissenschaftlerInnen, wie gut der/die EntscheiderIn die Entscheidung erinnert, wie er/sie die Informationen aufgenommen hat, oder wie die Entscheidung im Nachhinein bewertet wird.
Nach Svenson sind nicht nur die verfügbaren Informationen, die vor einer Wahl gesammelt werden, für die Entscheidungsforschung essentiell. Der Prozess nach einer Wahl ist ebenfalls von Bedeutung. Die Post-Phase bei einer Entscheidung gibt nach Svenson und Benthorn über die Qualität der bereits gemachten Entscheidung Aufschluss und zeigt, welche Erfahrungen der/die EntscheiderIn aus dieser Wahl für zukünftige Entscheidungen ableiten kann.
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Autor / Kontakt:
Online Verlag new-ebooks.de
Herr Johannes Krüger
Dresden
URL: http://www.new-ebooks.de
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