30 Jahre Dialyse am Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt
Dresden, 3. Februar 2012
Rund 120 000 Mal wurde das Blut mit der Dialyse-Maschine seit dem 18. Januar 1982 im Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt gewaschen. Entsprehend viele dialysepflichtige Patienten wurden in den vergangenen 30 Jahren während ihres stationären Aufenthaltes im Klinikum versorgt.
„Dialyse ist kein Luxus, sondern für viele Menschen überlebenswichtig“, erklärt Schwester Silke Kühne, die seit dem ersten Tag der Gründung Patienten auf der Dialysestation am Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt betreut. Vor 30 Jahren war das anders. Patienten mit chronischem Nierenversagen aus Dresden und der unmittelbaren Umgebung mussten dreimal wöchentlich zur Dialyse nach Görlitz, Bautzen, Aue oder Plauen. Auf Initiative des damaligen Chefarztes der I. Medizinischen Klinik, Prof. Dr. Heinrich Geidel, entstanden im Januar 1982 die ersten zwei eigenen Dialyseplätze am Friedrichstädter Klinikum. Heute stehen 13 Dialyseplätze auf neustem medizinischem Stand zur Verfügung. Für die Behandlung stationärer Dialysepatienten sorgen acht Schwestern und fünf Internisten, darunter drei Nephrologen. Zusätzlich können intensivpflichtige Patienten von einer Dialysepflegekraft auf der jeweiligen Intensivstation dialysiert werden. Von Anfang an sichert eine Rufbereitschaft die Behandlung von Akutpatienten auch außerhalb der Dienstzeit.
Die Dialyse ist ein Blutreinigungsverfahren, das bei Nierenversagen als Ersatzverfahren zum Einsatz kommt. Sie ist neben der Nierentransplantation die wichtigste Nieren-ersatztherapie bei chronischem Nierenversagen und eine der Behandlungsmöglichkeiten bei akutem Nierenversagen. Bluthochdruck und Diabetes mellitus sind Hauptursachen des chronischen Nierenversagens. Das rechtzeitige Erkennen einer Nierenfunktionsstörung und deren gezielte Behandlung können das chronische Nierenversagen oft verhindern oder zumindest über Jahre hinauszögern.
Zur Geschichte der Friedrichstädter Dialyse:
Anfang der 80er Jahre waren die Dialysegeräte aus DDR-Produktion schnell gekauft, doch das Friedrichstädter Klinikum erhielt kein industriell gefertigtes Dialysekonzentrat. Im Rahmen einer Kooperation erklärten sich zwei Apotheker bereit, dieses in Nachtschichten herzustellen. Kleine Hürden gab es damals auch bei der Wasseraufbereitung. Für jede Dialyse werden circa 150 Liter Reinwasser benötigt. Eine Lösung brachten zunächst zwei feuerverzinkte Enthärtersäulen aus einer Dresdner Brauerei. Im Oktober 1983 stand den Friedrichstädtern dann ein Umkehrosmosegerät zur Verfügung. Hauseigene Techniker betreuten diese Geräte mit großer Behutsamkeit.
1990 kam die Wende und mit ihr die technische Entwicklung und brachte dem Klinikum zunächst zwar gebrauchte, aber hochmoderne Dialysegeräte.
Heute ist die Dialyseabteilung nach höchstem medizinischem Standard ausgerüstet und realisiert alle üblichen Blutreinigungsverfahren. Seit 2000 steht auch die sogenannte „Leberdialyse“ zur Verfügung.
Das Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt – Städtisches Klinikum ist ein Krankenhaus der Schwerpunktversorgung. Das Klinikum umfasst 15 Kliniken und Fachabteilungen, die zusammen 960 Betten belegen. Eigene Institute stehen für Labormedizin und für Pathologie zur Verfügung. Über 1800 Mitarbeiter/innen engagieren sich, jährlich circa 85.000 Patienten zu behandeln und zu versorgen. Das Klinikum wird als Eigenbetrieb der Stadt Dresden geführt.
Eröffnet wurde es am 27. November 1849 als Stadtkrankenhaus in einem ehemaligen Adelspalais. Seither erlebt es eine ständige bauliche Erweiterung, deren Ergebnis heute ein leistungsfähiges Akutkrankenhaus in einem der Denkmalpflege verpflichteten äußeren Erscheinungsbild ist.
Als Akademisches Lehrkrankenhaus der TU Dresden werden hier
Medizinstudierende ausgebildet. Eine Medizinische Berufsfachschule ist darüber hinaus angegliedert.
Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt
Frau Viviane Piffczyk
Dresden
Fon: 0351-4803171
URL: http://www.khdf.de
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