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Das Lager als Schlafplatz des Kapitals. Probleme und Chancen der Lagerpolitik

Drucken 03.09.2010, 09:56 Uhr, Finanzen & Wirtschaft

Die Güterbestände in einem Lager stellen in diesem Zusammenhang eine besondere Bedeutung dar. Ruhende Güter in einem Lager bedeuten meist eine hohe Kapitalbindung im Umlaufvermögen und damit Kosten, die letztlich das Produkt über den Preis tragen muss und somit die Wettbewerbssituation des Unternehmens verschlechtern können. Diese Wirkung verstärkt sich mit zunehmenden Lagerbestand und ineffizient eingesetzter Fördertechnik im Lagerbereich und kann letztendlich zu einer vollkommenen Legalisierung der Herstellungsmarge bzw. des Herstellungsgewinns führen. Damit wird deutlich, dass das Management von Beständen ein geeigneter Hebel sowohl zur Kostensenkung als auch zur nachhaltigen Ergebnis- und Leistungsverbesserung der Unternehmen sein kann. Im Rahmen dieser Arbeit wird zuerst die Bedeutung von Beständen sowie deren Einflussfaktoren erörtert. Anschließend werden nach der Vorstellung von Klassifizierungsmethoden von Beständen verschiedene Methoden und Instrumente zur verbesserten Vorgehensweise im Bestands- und Beschaffungsmanagement vorgestellt. Ein Schwerpunkt bildet dabei die Materialflusssteuerung nach Kanban.

Das Lager als Schlafplatz des Kapitals. Probleme und Chancen der Lagerpolitik

Erstes Ziel des Bestandsmanagements ist die Versorgung der einzelnen Bedarfsträger mit dem benötigten Material bzw. die Minimierung von Fehlmengenkosten.
Das zweite Ziel ist die Minimierung der Bestandskosten. Diese beiden Ziele verhalten sich aber entsprechend dem „Trade-off“ zwischen Bestands- und Fehlmengenkosten gegenläufig22. Vom Bestandsmanagement ist dabei zu berücksichtigen, dass sich sowohl Bestands- als auch Fehlmengenkosten nicht vollständig vermeiden lassen. Eine Bestands- und damit Kostenreduktion in einem Unternehmensbereich kann zu Fehlmengenkosten in einem anderen Unternehmensbereich führen. Somit darf das Bestandsmanagement nicht nur als Teilbereich einer betrieblichen Grundfunktion wie etwa Einkauf, Produktion, Vertrieb aufgefasst werden, sondern ist als Teil der Logistik zu verstehen und auf allen Unternehmensbereichen entlang der Wertschöpfungskette, in denen Bestände eine Rolle spielen, integriert zu betrachten.

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Autor / Kontakt:
Online Verlag new-ebooks.de
Herr Johannes Krüger
Dresden
URL: http://www.new-ebooks.de

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