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Wildtiere trotzen der kalten Jahreszeit
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18.01.2012, 00:00 Uhr, Energie & Umwelt
Kein falsches Futter
Der Deutsche Jagdschutzverband appelliert deshalb an alle Erholungssuchenden, auf den Waldwegen zu bleiben und keinesfalls das Wild eigenständig zu füttern. Brotreste schaden den Tieren eher, als dass sie nutzen. Bei weitem nicht alles, was uns Menschen schmeckt, ist auch für Rehe, Hirsche oder Hasen verdaulich. Falsche Fütterung kann bei ihnen zu ernsthaften Gesundheitsschäden führen. Wildschweine als Allesfresser brauchen kein zusätzliches Futter, für sie ist der Tisch immer reich gedeckt. Rehe und Hirsche trotzen den frostigen Temperaturen mit einem schützenden Echthaar-Mantel und senken Herzschlag und Körpertemperatur in den Energiesparmodus ab. Sie leben auf Diät, ohne jedoch wirklich Hunger zu leiden. Andere Tierarten wie die Haselmaus schlafen über Monate oder halten Winterruhe wie Dachs und Waschbär. Nur wenige Male erwachen die Tiere, um Vorräte zu sammeln und zu fressen.
Fachwissen gefragt
Wer Rehen, Hasen oder Hirschen wirklich helfen will, der sollte vor allem Hunde an der Leine führen und auf den Wegen bleiben. Werden die Tiere erschreckt, verbrauchen sie bei ihrer Flucht wertvolle Energiereserven, die aber bis zum Frühjahr reichen müssen. Häufig gestörtes Wild beginnt auf der Suche nach Fressbarem die Rinden von Baumstämmen zu schälen oder Triebe abzuknabbern. In der Folge können Bäume stark geschädigt werden. Steht bei lang andauernden Frostperioden oder sehr hoher Schneedecke nicht genug Nahrung zur Verfügung, können die Behörden eine Notzeit ausrufen. Jäger und Förster füttern dann artgerecht.
Spaziergänger sollten Futterkrippen im Wald meiden und die Fütterung auch in der kalten Jahreszeit Fachleuten wie Jägern und Förstern überlassen. Auf www.jagdnetz.de gibt es mehr Informationen.
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