RSS Feed

Offenes-Presseportal.de

Das kostenlose Presseportal für alle Firmen zur einfachen Platzierung und Verbreitung von Pressemitteilungen.
Startseite / Energie & Umwelt / oeco-direct sieht Mittelstand gefährdet durch Absicht der Bundesregierung alte AKWs länger am Netz zu lassen.

oeco-direct sieht Mittelstand gefährdet durch Absicht der Bundesregierung alte AKWs länger am Netz zu lassen.

Drucken 16.09.2010, 12:51 Uhr, Energie & Umwelt

Die Berliner oeco-direct GmbH engagiert sich seit Jahren dafür, ökologisch sinnvolles Investment zu ermöglichen, zu unterstützen und Finanzierungsmöglichkeiten dafür aufzuzeigen oder zu vermitteln. Deswegen beklagt Frank Ziemann:
"Das andere große Problem mit der Laufzeitverängerung für alte AKWs ist, dass das Investitionsklima im Bereich ökologisch sinnvolle Energiegewinnung aus regenerativen Energiequellen, dass wir von oeco-direct nachhaltig unterstützen, zusammenbricht. Nach den Plänen der Bundesregierung sinken die Anreize dramtisch, Strom aus regenerativen Energiequellen gewinnen zu wollen oder sogar zu müssen."
Den Zusammenhang zwischen längeren Laufzeiten und sinkender Investitionsbereitschaft erläutert Ziemann so:
"Wenn die alten AKS länger laufen dürfen, sinkt der Druck auf kommunale Versorger, auf private Anleger und Investoren, bis zum Ende der bisher festgeschriebenen Laufzeit der AKWs in Techniken und Anlagen zur alternativen Stromgewinnung zu investieren. Ganz klar: dadurch werden weniger Windräder, weniger Solarzellen, weniger Kraft-Wärme-Kopplungsmachinen und weniger kleine und mittlere Blockheizkraftwerke verkauft werden. Dadurch wird ein im Aufbau befindlicher Mittelstand nachhaltig gestört, wenn nicht gar zerstört. Das wird auch mittelfristig gravierende Folgen für die Arbeitslosenstatistik, für den Investitionsklimaindex und das Inlandsprodukt haben."

Während die oeco-direct GmbH noch keine unmittelbaren Einbrüche beim eigenen Investment zu verzeichenen hat, sieht man die Zukunft wenig rosig:
"Das Gebaren der Bundergierung hat das Gschmäckle von reiner Klientelpolitik. Die Laufzeitverlängerungen dienen, so scheiont es, ausschließlich den wirtschaftlichen Interessen der AKW-Betreiber. Die Atommeiler sind vollständig abbezahlt, nun soll wohl mal so richtig kassiert werden. Mit jedem Jahr längerer Laufzeit, verdienen die AKW-Betreiber Milliarden. Das scheint CDU und FDP eine geniale win-win-Situation zu sein: So wie z.B. EON und Vattenfall Milliarden einstreichen, verdient auch der Bund daran ein paar dicke Brosamen mit. Nicht bedacht hat die Bundesregierung dabei offensichtlich die Folgen für den Mittelstand: Hersteller von allen Arten von Produkten zur Energiegewinnung aus regenerativen Energiequellen werden ruiniert oder wenigstens stark ausgebremst und ihre Investments um Jahrzehnte zurückgeworfen, Zulieferer dieser Firmen verlieren Aufträge, Banken vergeben weniger Kredite für weiteren Ausbau und am Ende der Kette steht wiedereinmal der einzelne Arbeitnehmer, der seinen Job verliert und ganz unten an der Kette sitzt die Bundearbeitsagentur, die nun mittels Lohnersatzzahlung den neuen Arbeitslosen diejenigen Milliarden auszahlen muss, die sie gerade von den AKW-Betreibern als Gewinnbeteiligung erhalten haben. Damit aber wird das Geschmäckle zum haut-gout: Die AKW Betreiber machen Milliardengewinne, die Bundesregierung gibt ihren Gewinnanteil sofort wieder ab: Als Arbeitslosengeld bzw Hartz-4. Übrig bleibt: Gewinn für die Aktionäre der AKW-Betreiber-Gesellschaften.

Außerdem warnt Ziemann vor den damit einhergehenden Gefahren:
"Die Frage ist nicht ob, sondern wann. Die Statistiker sind sich einig: Es wird einen Super-Gau in einem deutschen Atomkraftwerk geben. Bisher haben wir einfach Glück gehabt. Keiner weiß, wann wir ein Tschernobyl oder Harrisburg in Deutschland erleben werden. Vor diesem Hintergrund schien das Risiko der deutschen Atomkraftwerke bisher gerade noch vertretbar, eben weil deren Ende ja beschlossen war. Durch die Laufzeitverlängerungen potenzieren sich nun die Gefahren. Zum Einen einfach statistisch, weil der Zeitraum in dem ein unausweichlicher Super-Gau geschehen - oder auch nicht geschehen - kann, länger wird. Zum anderen, weil die AKWs ja mit zunehmendem Alter nicht besser, sicherer oder beherrschbarer werden."

Und etwas resigniert fasst Ziemann zusammen:
"Naja, vielleicht kommt alles ganz anders, vielleicht kippt der BGH die Entscheidung und vielleicht geht die nächste Bundestagswahl ja so aus, dass der ganze Unfug wenn nicht rückgängig gemacht, so doch abgemildert werden kann. Bis dahin müssen wir einfach hoffen, dass kein unbeherrschbarer AKW-Störfall auftritt. Und dass unsere Kinder den Dreck beseitigen, den wir heute liegen lassen."
(Das Gespräch führte Kerstin Kraemer.)

Die oeco-direct gmbh mit Stammsitz in Berlin ist ein beratungsunternehmen für öklogische Investments und Förderungen.


Autor / Kontakt:
oeco-direct GmbH
Frau Birgit Müller
12435 Berlin
Fon: 030 930 28 950
URL: http://www.oeco-direct.info

Hinweis:
Offenes-Presseportal.de distanziert sich ausdrücklich vom Inhalt dieser Pressemeldung/dieses Artikels. Die Meldung gibt nicht die Meinung von Offenes-Presseportal.de wieder und somit ist Offenes-Presseportal.de nicht für die Richtigkeit des Inhalts haftbar, sondern der Urheber der Pressemeldung/des Artikels. Sollte die obige Meldung Rechte jeglicher Art verletzen, bitte kurze Email schicken an service[at]affective.de, wir löschen diese Meldung dann unverzüglich.