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Naturverträgliches Wandern, naturverträgliches Geocaching

Drucken 27.08.2009, 13:29 Uhr, Energie & Umwelt

Naturverträgliches Wandern, naturverträgliches Geocaching

Laufen, Wandern, zu Fuß unterwegs sein ist die natürlichste Fortbewegungsform des Menschen. Innerhalb der Deutschen Wanderjugend spielt Bewegung schon immer eine sehr große Rolle, was die vielfältigen Tanz- und Kulturprogramme neben den zahlreichen Wanderangeboten auf der Agenda der 58 Verbandsvereine zeigen.

Eine gute Motivationsmethode ist ein hervorragendes Mittel, um gegen zunehmenden Bewegungsmangel und Naturentfremdung vorzugehen. Fast kein Kind geht gern „klassisch“ Wandern, wie es Erwachsene tun (gleichförmig von A nach B über Aussichtspunkt X). Spaß und Abenteuer sind die Zauberworte, die Kinder und Jugendliche zum „Draußen unterwegs sein“ motivieren!

Geocaching ist so ein Zauberwort. Und verantwortungsvoll umgesetzt ist es eine von vielen Möglichkeiten, unseren Jüngsten das Laufen wieder näher zu bringen und den respektvollen Umgang mit der Natur zu lernen.

Um so bedauerlicher ist es, wenn eine Meldung des Journalisten Alexander Maier (DPA) vom 24.8.09 (1) den Eindruck erweckt, dass die rührige und überaus rücksichtsvolle Geocacher-Gemeinschaft in Deutschland sich stark zunehmend natur- und umweltfeindlich verhält, was nicht der Fall ist.

Besonders unangebracht erscheint auch die Äußerung im letzten Absatz in der DPA-Meldung, die den Eindruck erweckt, dass die Deutsche Wanderjugend solche Verfehlungen einiger weniger schwarzer Schafe völlig tatenlos hinnehmen würde. Das Gegenteil ist der Fall, wie eine nur kurze Recherche seitens der DPA gezeigt hätte. Zu nennen ist u.a. durch das Bundesamt für Naturschutz gern unterstützte Initiative der Deutschen Wanderjugend zur Sensibilisierung hinsichtlich Schutzgebieten, übrigens direkt ohne Mühe nachzulesen auf der Startseite der Informationsplattform geocaching de („Naturschutzgebiete in Cachekarte“).

Die Jugendorganisation bringt Kindern und Jugendlichen (gern auch vielen Erwachsenen) das „Draußen unterwegs sein“ mit vielfältigen Methoden näher. Zu den von Herrn Hoffmann zitierten Zahlen zu Verfehlungen möge sich bei derzeit 15.950 Schatzverstecken in Baden-Württemberg ein jeder selbst sein Bild über das Ausmaß machen: Bei 60 kommunizierten Fällen wären das 0,38 %, bei den rein vermuteten 240 Fällen 1,5 % (2).

In anderen Sportarten gibt es leider ebenfalls Unwissende und schwarze Schafe, sei es bei Mountainbikern, Kletterern, Pilzesuchern und bei Mineraliensammlern, die die Natur um wertvolle Skalagniten uvm. berauben oder durch ihr unbedarftes Verhalten die Natur schädigen. Durch nachhaltige Sensibilisierung gilt es, jeden einzelnen Fall für die Zukunft zu verhindern.

Dies geschieht schon lange mit der überaus hochfrequentierten Informationsseite www.geocaching.de, zudem durch automatische Hinweise auf Schutzgebiete in der Schatzversteckdatenbank www opencaching de.

Wir bitten daher bei der Schelte über die Geocaching-Szene dringend um eine angemessene Betrachtung, welche im Übrigen nicht erst seit kurzem – wie bei DPA dargestellt – zu naturverträglichem Verhalten aufruft. Seit Anbeginn des überaus familienfreundlichen und naturverträglichen Freizeitvergnügens wird auf die Naturverträglichkeit gesetzt (vgl. Nutzungsbedingungen der Schatzversteckportale, bzw. CITO-Events) und dieses auch so gelebt. Ein ganz kurzer Blick des Autors der DPA auf Geocaching.com oder eine einzige Rückfrage hätte genügt!

Der Autor der DPA-Meldung hat auch den Autor dieser Pressemeldung im Vorfeld der DPA-Meldung telefonisch kurz kontaktiert, offene Fragen oder Unklarheiten hätten übrigens problemlos geklärt werden können.

Die bemerkenswerten Einstiegsfrage war: „In Deutschland liegen etwa 100.000 Schatzdosen aus Plastik versteckt. Bei schätzungsweise 200 g pro Dose liegt da ja tonnenweise Müll im Wald. Was sagen Sie dazu?“

Die Gegenfrage als Antwort darauf lautete, ob hunderttausende von Briefkästen in Deutschland dann auch als verrottendes Altmetall zu werten wären…
Die Frage blieb seitens der DPA unbeantwortet.

(1) Detaillink siehe wanderjugend_de (Presse)
(2) Detaillink siehe wanderjugend_de (Presse)

Die Deutsche Wanderjugend (DWJ) ist die outdoororientierte Jugendorganisation des Verbandes Deutscher Gebirgs- und Wandervereine e. V. (kurz: Deutscher Wanderverband). Zur Zeit sind in diesem Dachverband 58 Mitgliedsvereine zusammengeschlossen, von B wie Baumberge-Verein bis W wie Wiehengebirgsverein Weser-Ems.

In der DWJ sind etwa 100.000 Kinder und Jugendliche organisiert. Das Spektrum der Aktivitäten ist vielfältig und reicht von wöchentlichen Gruppentreffen, über Freizeiten bis zu Internationalen Jugendbegegnungen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt im Bereich „Junges Wandern“.

Wir unterstützen die Kinder, Jugendlichen und Gruppenleiter/-innen der DWJ auf ganz unterschiedliche Art und Weise, z. B. mit der Internetseite, die Du gerade besuchst. D.h. wir suchen und entwickeln neue Ideen, Konzepte und Anregungen für Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene. Ideen, Neuigkeiten und Berichte veröffentlichen wir auf verschiedenen Internetseiten, in unserer regelmäßig erscheinenden Zeitschrift „WALK & more“, in Büchern wie dem Outdoor-Kids Praxishandbuch, einem Newsletter, in vielen verschiedenen Flyern etc. Darüber hinaus bieten wir Lehrgänge und Fachtagungen für Gruppenleiter/-innen, Ferien- und Feizeitangebote für Kinder und Jugendliche an.

Die DWJ ist Mitglied im Deutschen Bundesjugendring (DBJR), in der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe (AGJ) und im BundesForum Kinder- und Jugendreisen. Sie ist außerdem konfessionell und parteipolitisch unabhängig.


Autor / Kontakt:
Deutsche Wanderjugend
Herr Jörg Bertram
Kassel
Fon: 0561/400498-0
URL: http://www.wanderjugend.de

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