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Nash Technologies: „Wir sollten den gesunden Ingenieursverstand einschalten“ - Smart Grid kann mehr Sicherheit schaffen
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22.06.2011, 17:39 Uhr, Energie & Umwelt
Sicherheitsexperten sollten weniger im Konjunktiv reden
Die vorhandene Infrastruktur des Internets werde noch immer als unveränderbar angesehen, kritisiert Stahl. „Das Internet leidet auf technischer Ebene unter einer Komplexitätsblase. Es ist vom Ursprung her als offenes Netz gedacht, über das Universitäten kommunizieren konnten und nicht als ein multifunktionales Beförderungssystem für alle Arten der Kommunikation. Jetzt stehen wir vor gigantischen Bedrohungen, die uns praktisch erdrücken." Auch andere IT-Experten zweifeln an der grundsätzlichen Herangehensweise, per Abwehrzentrum Cyberangriffe abzuwehren und schlagen andere Wege vor. Sandro Gaycken, Technik- und Sicherheitsforscher an der Freien Universität Berlin, forderte im Interview mit tagesschau.de sogar eine „Entnetzung": „Die Netzwerke müssten zurückgebaut und verkleinert werden. Während der letzten 20 Jahre wurde schleichend überall IT eingebaut. Man sollte am besten das ganze Zeug wegschmeißen, es neu bauen und mit einfachen Lösungen arbeiten", sagt Gaycken. Auch IT-Experte Stahl plädiert für einfache Lösungen, lehnt eine Entnetzung jedoch ab: „Wir brauchen eine kontrollierte, durchdachte Vernetzung der kritischen Infrastruktur mit dem Internet, also eine technisch und kommerziell ausgewogene Lösung. Eine Entnetzung ist ein Schnellschuss und würde viele Innovationen zerstören."
„Smart Grid ist der Schlüssel zur Energiewende"
Das sieht auch IT-Experte Stahl so: „Durch die schwankende Einspeisung von Windkraft und Solarenergie muss die Netzauslastung durch ein intelligentes Netz ständig analysiert und gesteuert werden. Das Smart Grid wird also Stromausfälle verhindern und für Stabilität sorgen. Es ist der Schlüssel zu einer sicheren Energiewende."
Doch bis dahin ist es ein weiter Weg: Denn das Internet in seiner bisherigen Form ist letztlich ein Flickenteppich tausender Netze von ganz verschiedenen Eigentümern, unter ihnen internationale Internet Service Provider, aber auch regionale Anbieter. Die Technologie für ein Smart Grid fähiges Internet muss noch entwickelt werden - inklusive der Dienstgüte und Sicherheit, die Teil der „Natur" des Netzes sein müssen. Für IT-Experten Stahl steht fest: „Beim Telefonieren macht man sich auch nicht ständig Sorgen, dass sich ein Virus in der Telefonanlage einnistet oder ein Botnetzwerk die Kontrolle übernimmt und für den Totalausfall sorgt. Diese Stabilität brauchen wir auch für das zukünftige Internet."
Siehe auch:
Der vermeintliche Cyberwar und die Sicherheitskeule. http://gunnarsohn.wordpress.com/2011/06/16/der-vermeintliche-cyberwar-und-die-sicherheitskeule/
Kein Platz an der Sonne. http://www.theeuropean.de/gunnar-sohn/7099-oligopol-im-energiesektor
Atomausstieg ohne Besserisserei. http://www.theeuropean.de/gunnar-sohn/6332-atomausstieg-ohne-besserwisserei
Intelligentes Netz für die Energiewende. http://soundcloud.com/gsohn/intelligentes-netz-f-r-die
Auch für die Energiewende braucht man Internetkompetenz, liebwerteste Gichtlinge der Politik. http://ne-na.de/ich-sag-mal-blog-auch-f-r-die-energiewende-braucht-man-internetkompetenz-liebwerteste-gichtlinge-der-politik/
Autor / Kontakt:
NeueNachricht
Herr Gunnar Sohn
Bonn
URL: http://www.ne-na.de
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