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Nash Technologies-Manager Stahl: Energiewende erfordert neues Internet und nicht nur Netzausbau
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06.07.2011, 21:26 Uhr, Energie & Umwelt
Berlin/Bonn/Stuttgart - Die in Deutschland politisch gewollte Energiewende stellt die Stromversorgung buchstäblich auf den Kopf. Die Bundesnetzagentur mahnt einen beschleunigten Netzausbau an, damit es nicht zu Engpässen bei der Stromversorgung und zur Netzüberlastung kommt http://www.focus.de/immobilien/energiesparen/energiewende-bundesnetzagentur-warnt-vor-versorgungsluecken_aid_641967.html. Ein Ausbau alleine reicht allerdings nicht aus. Wurde der Strom bislang zentral in einer überschaubaren Zahl von Großkraftwerken erzeugt, soll er schon in wenigen Jahren zu einem großen Teil von Zigtausenden von großen Windrädern, Tausenden von Biogasanlagen und Millionen von kleinen Photovoltaikanlagen bereitgestellt werden.
Da diese Anlagen den Strom überdies sehr unregelmäßig in das Netz einspeisen, wird die Stabilisierung der Netzfrequenz zu einer Herkulesaufgabe, die vor allem ein sicheres Kommunikationssystem erfordert. Das herkömmliche Internet ist dafür nicht geeignet. Es hat sich zwar als außerordentlich robust und lernfähig erwiesen, doch verfügt es nicht über die geforderte Dienstgüte (Quality of Service: QoS), wie garantierte Antwortzeiten oder Bandbreitenreservierung - und das alles in einem sehr großen Netz. Außerdem bleibt es anfällig für Hackerangriffe. Daran kann auch eine noch so aufwändige Verschlüsselung von Botschaften nicht viel ändern.
Die großen Stromversorger haben daraus die Konsequenz gezogen, ihre Kommunikationsnetze völlig vom Internet zu trennen. Doch diese Lösung ist auf die Vielzahl kleiner Stromerzeuger nicht anwendbar. Deren Steuerung und Koordination bleibt auf die „Datenwolke" angewiesen. Doch der nachträgliche Einbau Qualitity of Service-Features macht das klassische Internet schwerfällig. Diese Maßnahmen bekämpfen nur Symptome, ohne zum Kern des Problems vorzudringen. „Gefragt sind Kommunikationsnetze, die von vornherein mit Quality of Service einschließlich Sicherheit konzipiert sind", meint Bernd Stahl, Senior Systems Architekt bei Nash Technologies in Stuttgart http://www.nashtech.com/index.php?id=61. „Das erfordert aber keine physische, sondern eine logische Trennung der Netze", erläutert Stahl. „Was wir brauchen, ist ein Multi-Service-Network."
Bislang folgte die Entwicklung des Internet in Form einer Selbstorganisation nach der Methode von Versuch und Irrtum. Ergaben sich Probleme, baute man dem Gebäude einen Balkon nach dem andern an. Dadurch verschlimmerten sich die Probleme längerfristig. Vor allem verschaffte die wachsende Unübersichtlichkeit Hackern neue Angriffspunkte. Nicht zuletzt entwickelte sich das Internet, das zunächst als große Chance für die Ressourcenschonung erschien, zu einem der größten Stromfresser. „Abhilfe kann hier nur ein neues Systemdesign schaffen", betont Stahl. Allerdings können die Netzwerk-Designer die Herausforderungen der Energiewende keineswegs alleine bewältigen. Die Politik hat eine Bringschuld. „Wir erwarten eine Initiative der EU zur Förderung von Forschung und Entwicklung für den Aufbau intelligenter Stromnetze", fordert der Netzwerkspezialist von Nash Technologies.
Siehe auch:
Intelligentes Netz für die Energiewende - Experteninterview mit Nash Technologies. http://soundcloud.com/gsohn/intelligentes-netz-f-r-die
Da diese Anlagen den Strom überdies sehr unregelmäßig in das Netz einspeisen, wird die Stabilisierung der Netzfrequenz zu einer Herkulesaufgabe, die vor allem ein sicheres Kommunikationssystem erfordert. Das herkömmliche Internet ist dafür nicht geeignet. Es hat sich zwar als außerordentlich robust und lernfähig erwiesen, doch verfügt es nicht über die geforderte Dienstgüte (Quality of Service: QoS), wie garantierte Antwortzeiten oder Bandbreitenreservierung - und das alles in einem sehr großen Netz. Außerdem bleibt es anfällig für Hackerangriffe. Daran kann auch eine noch so aufwändige Verschlüsselung von Botschaften nicht viel ändern.
Die großen Stromversorger haben daraus die Konsequenz gezogen, ihre Kommunikationsnetze völlig vom Internet zu trennen. Doch diese Lösung ist auf die Vielzahl kleiner Stromerzeuger nicht anwendbar. Deren Steuerung und Koordination bleibt auf die „Datenwolke" angewiesen. Doch der nachträgliche Einbau Qualitity of Service-Features macht das klassische Internet schwerfällig. Diese Maßnahmen bekämpfen nur Symptome, ohne zum Kern des Problems vorzudringen. „Gefragt sind Kommunikationsnetze, die von vornherein mit Quality of Service einschließlich Sicherheit konzipiert sind", meint Bernd Stahl, Senior Systems Architekt bei Nash Technologies in Stuttgart http://www.nashtech.com/index.php?id=61. „Das erfordert aber keine physische, sondern eine logische Trennung der Netze", erläutert Stahl. „Was wir brauchen, ist ein Multi-Service-Network."
Bislang folgte die Entwicklung des Internet in Form einer Selbstorganisation nach der Methode von Versuch und Irrtum. Ergaben sich Probleme, baute man dem Gebäude einen Balkon nach dem andern an. Dadurch verschlimmerten sich die Probleme längerfristig. Vor allem verschaffte die wachsende Unübersichtlichkeit Hackern neue Angriffspunkte. Nicht zuletzt entwickelte sich das Internet, das zunächst als große Chance für die Ressourcenschonung erschien, zu einem der größten Stromfresser. „Abhilfe kann hier nur ein neues Systemdesign schaffen", betont Stahl. Allerdings können die Netzwerk-Designer die Herausforderungen der Energiewende keineswegs alleine bewältigen. Die Politik hat eine Bringschuld. „Wir erwarten eine Initiative der EU zur Förderung von Forschung und Entwicklung für den Aufbau intelligenter Stromnetze", fordert der Netzwerkspezialist von Nash Technologies.
Siehe auch:
Intelligentes Netz für die Energiewende - Experteninterview mit Nash Technologies. http://soundcloud.com/gsohn/intelligentes-netz-f-r-die
Autor / Kontakt:
NeueNachricht
Herr Gunnar Sohn
Bonn
URL: http://www.ne-na.de
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