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„Nanotechnologie in verbrauchernahen Produkten“ - ÖDP-Vortrag am 14.09. in München

Drucken 01.09.2010, 14:22 Uhr, Energie & Umwelt
Referent:Prof. Dr.med. Dr.h.c. Edmund Lengfelder

Dienstag, 14. September 2010, 19.30 Uhr - Einlass 19:00 Uhr – Der Eintritt ist frei
In den Räumen des Hansa-Hauses, Brienner Str. 39, Rgb., (Rahnstüberl)
MVV-Haltestellen: Königsplatz (U2) oder Stiglmaierplatz (U1/Tram 20+21)

Nano bezeichnet den milliardsten Teil von einem Meter, also einem Millionstel
Millimeter .Nanopartikel haben einen Durchmesser von weniger als 100 Nanometern
und andere physikalische Eigenschaften als größere Teilchen desselben Stoffs. Die
Nanotechnologie wird in nahezu allen Bereichen erforscht und eingesetzt - in der
Physik ebenso wie in der Chemie, Biologie und Medizin. Auch in vielen Produkten des
täglichen Lebens werden Nanopartikel eingesetzt, etwa in Textilien, Spielzeugen oder
in der Kosmetik.
In einem Hintergrundpapier warnt das Umweltbundesamt (UBA) vor den Gefahren, die
aus dem industriellen Einsatz von Nanotechnologie entstehen können.
In den vergangenen Jahren ergaben erste Studien, wie gefährlich die künstlichen
Teilchen für den menschlichen Organismus sein können. So gelangen die Partikel
vornehmlich über die Atemwege, die Haut und den Mund in den Körper, wo sie
aufgrund ihrer Winzigkeit bis tief in die Lunge eindringen können. Dort, so ergaben
die Studien, können sie Entzündungen und schwere Lungenkrankheiten verursachen.
Forscher wiesen außerdem nach, dass die künstlichen Nanopartikel sogar in
Körperzellen gewandert sind, in denen sie die DNS schädigten. Auch die
Hirnentwicklung bei Föten könnte durch sie negativ beeinflusst werden. In
Tierversuchen zeigte sich, dass bestimmte Nanopartikel eine ähnlich schädigende
Wirkung wie Asbestfasern haben können.

Edmund Lengfelder schloss das Medizinstudium 1970 in München ab und promovierte
1971 mit der Dissertation Zur Strahlenbiochemie von Nukleotiden Von 1971 bis 1972
beschäftigte er sich mit Forschungsarbeiten zu strahleninduzierten Radikalreaktionen
am Institute of Cancer Research and Departement of Physics in London 1974 schloss
er ein physikalisches und elektronisches Ergänzungsstudium ab. 1979 habilitierte er
sich für das Fachgebiet Strahlenbiologie. Im gleichen Jahr wurde ihm der zweite
Doktorgrad verliehen. 1983 folgte die Berufung als Professor an das Strahlenbiolo-
gische Institut durch die Medizinische Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität
München. 1989 weilte er als Gastprofessor am englischen nationalen Forschungs-
zentrum (Medical Research Council) in Harwell.
Zusätzlich zu seinen 10 Büchern veröffentlichtlichte der Referent über 200
Publikationen überwiegend in der internationalen Fachliteratur u.a. zum Thema
Radikalbiochemie.
Für seine Verdienste um die Hilfe für Opfer der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl
wurde er mit der Medaille München leuchtet.. in Silber ausgezeichnet.

Herbert Brunner
Pressebeauftragter (V.i.S.d.P.)

Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP)
Stadtverband München

Veranstaltungshinweis zur kostenfreien Vortragsreihe der ÖDP München:

In den Räumen des Hansa-Hauses, Brienner Str. 39, Rgb, Rahnstüberl.
MVV-Haltestellen: Königsplatz (U2) oder Stiglmaierplatz (U1/Tram 20+21).

Di., 09. Nov. 2010, 19.30 Uhr
„Gerechtere Lebensformen, Globaler Marshallplan“
Referent: Bernhard Suttner, Landesvorsitzender der ÖDP Bayern

ödp – Profil
In der ödp arbeiten Menschen zusammen, die dem Streben von Gesellschaft und
Wirtschaft nach "Immer mehr" das Prinzip Verantwortung entgegensetzen: "So
leben, dass Zukunft bleibt!". Angestrebt wird eine Wende im Lebens- und
Wirtschaftsstil – weg von der Überfluss- und Verschwendungswirtschaft, hin zu
Nachhaltigkeit und "echter" Lebensqualität.


Autor / Kontakt:
ÖDP München
Herr Brunner Herbert
München
Fon: 089/45 24 74 15
Fax: 089/55 06 99 86
URL: http://www.oedp-muenchen.de

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