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Gravierende Mängel im EEG 2012

Drucken 10.06.2011, 14:03 Uhr, Energie & Umwelt
Der ORC Fachverband informiert / Essen, den 10.06.2011

Pressemitteilung

Gravierende Mängel im EEG 2012

Während in allen Medien über die positiv belegte „Energiewende“ und den Atomausstieg postuliert wird, sollen hinter dicken Türen Energie-Gesetze beschlossen werden, deren negative Folgen für Bürger und Industrie nicht absehbar sind.

Das EEG 2012 - in der vorliegenden Fassung - wird leicht zu erschließende Energie- Ressourcen, deren Beitrag für den künftigen Energiemix unverzichtbar sind, vom
Netzzugang fernhalten, obwohl diese Ressourcen im Gegensatz zu Energie aus Sonne
oder Wind grundlastfähig sind.

Künftig soll der Einsatz von Mais bei kleinen und mittleren Biogasanlagen auf 50 Prozent begrenzt werden obwohl Mais die effektivste und kostengünstigste Energie¬pflanze ist. Mais erzielt gegenüber allen anderen Energiepflanzen den besten Umsatz von Stickstoffdünger und benötigt den geringsten Einsatz von Pestiziden. Ferner trägt der Anbau von Mais massiv zur Bildung von bodenverbesserndem Humus bei. Mais besitzt das größte Potential zur Bindung von CO2 gegenüber allen anderen heimischen Energiepflanzen.

Im EEG 2012 soll die ORC-Technik auf eine „Negativliste“ verbannt werden. Hierdurch sollen technische Möglichkeiten zur massiven Steigerung des elektrischen Wirkungsgrades sowie zur Steigerung der wirtschaftlichen Effizienz von kleinen und mittleren Biogasanlagen bewusst unterdrückt werden.

Sofern der Gesetzgeber das EEG 2012 in der vorliegenden Form verabschiedet, werden den riesigen, von den Energieversorgern geplanten und durch Fonds finanzierten BIOERDGAS¬ANLAGEN im Megawattbereich, langfristig erhebliche Wettbewerbsvorteile bei der Beschaf¬fung von Energiemais als auch bei der Energieeffizienz eingeräumt. Dies umso mehr, da BIOERDGASANLAGEN im Megawattbereich künftig keiner Begrenzung bei der Verwendung von Mais unterliegen sollen und zudem höhere Einspeiseerlöse für elektrische Energie erhalten werden.

In der gegenwärtigen „energetischen Ausnahmesituation“ muss der Gesetzgeber - statt zu behindern - alle vorhandenen Energieressourcen wichten, um diese fachgerecht am künft¬igen Energiemix zu beteiligen. In Anbetracht der globalen Energie-, CO2- und Sicherheits¬diskussion ist mehr Entschlossenheit und Ehrlichkeit gegenüber dem Wähler erforderlich, um auch künftig die Versorgung von Industrie und Haushalten sicherzustellen, wenn 20 Gigawatt Kernkraftwerksleistung vom Netz gehen werden.

Der ORC-Fachverband fordert, die Verwendung von Energiemais bei kleinen und mittleren Biogasanlagen nicht gesetzlich zu behindern sowie den Einsatz von Effizienztechnologien
zu forcieren, damit künftig ohne neue Genehmigungsverfahren, ohne CO2 sowie dezentral zusätzlich elektrische Energie erzeugt werden kann.


Autor / Kontakt:
ORC-Fachverband
Frau Anne Fischer
Essen
URL: http://www.orc-fachverband.de

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