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Gegen Fachkräftemangel: Vor Ort die Job-Ressourcen durch Weiterbildung heben

Drucken 17.12.2010, 13:27 Uhr, Bildung & Karriere
Hamburg, 17. Dezember 2010. „Schon heute sorgen sich viele soziale Dienstleister, wie der Bedarf an Fachkräften gedeckt werden soll. Wenn die Bundesarbeitsministerin jetzt fordert, dass die Gesundheitsbranche mehr auf Ausbildung setzen soll, zeigt das BFW Hamburg einen Weg, wie die Hausaufgaben zu erledigen sind: Berufliche Rehabilitation in der Boombranche führt aus der Fachkräfteklemme – und hat einen Doppelnutzen. Zum einen bringen wir Menschen zurück in Arbeit, die der Wirtschaft ihre Arbeitskraft wieder zur Verfügung stellen und Sozialabgaben leisten. Zum anderen heben wir Ressourcen, die auf Impulse warten. Denn wer selbst nach Unfall oder Krankheit eine zweite Karriere anstrebt, für den bietet sich ein Job im Gesundheitswesen an. Er kennt aus eigener Erfahrung die Bedürfnisse der Betroffenen und ist sensibel im Umgang mit ihnen.“ so Peter Müller, Mitglied der Unternehmensleitung, BFW Hamburg. „Berufliche Reha hilft beiden. Der Gesellschaft und dem Einzelnen.“

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen hatte im ARD-Interview vor einigen Tagen von der Pflegebranche mehr Anstrengungen zur Beseitigung des Fachkräftemangels gefordert. Sie dürfe nicht zuerst auf den Zuzug ausländischer Fachkräfte setzen. Vielmehr sei dies eine klassische Branche, die erst die Hausaufgaben machen müsse. Nötig sei, die Ausbildung zu verbessern.

Müller: „Wenn Deutschland Fachkräfte aus anderen Ländern abwirbt, entsteht dort das Problem neu. Es ist politisch nicht zielführend, nach kurzfristigen Lösungen jenseits der Grenzen zu suchen, wenn wir vor Ort langfristig eigene Fachkräfte qualifizieren können.“ Zum 31. Januar 2011 bietet dazu das BFW u.a. eine Teilqualifizierung: „Sachbearbeiter und Sachbearbeiterinnen für die Abrechnung vollstationäre und ambulante Pflege“. Die Ausbildung dauert sechs Monate und schließt mit einem BFW-Zertifikat ab. Zielgruppe sind Menschen mit Vorkenntnissen aus Pflegeberufen oder kaufmännischer Arbeit. Dieses Angebot bietet neben der Umschulung zu „Kaufleuten im Gesundheitswesen“, „Fachkaufmann/-frau für die Verwaltung im Gesundheitswesen“ sowie der Fort- und Weiterbildung „Fachkraft im Sozial- und Gesundheitswesen“ eine Qualifizierung, die auf die gesellschaftlichen und politisch aktuell geforderten Pläne abstellt. “Wir begrüßen die Pläne der Politiker, die Berufe im Gesundheitswesen attraktiver zu machen. Eine Aufwertung durch Qualifizierung gehört notwendigerweise dazu“, so Müller.

INFO-Dienstag des BFW: 15.30 Uhr, ohne Voranmeldung, August-Krogmann-Straße 52, 22159 Hamburg, Eingangshalle von Haus W
Kontakt: Peter Müller 040-6 45 81-1283
BFW Berufsförderungswerk Hamburg

Das Berufsförderungswerk Hamburg (BFW), www.BFW-hamburg.de, wurde 1962 im Stadtteil Farmsen gegründet. Seitdem absolvierten 24.000 Menschen Ausbildungen der fünf Fachrichtungen „Konstruieren, Bauen, Wohnen“, „Medien“, „Kaufleute“, „Neue Technik“, „Gesundheit & Verwaltung“. Das Ziel ist, Menschen mit physischen oder psychischen Einschränkungen individuelle Wege zurück in den Beruf zu bieten. Das BFW ist mit 376 Mitarbeitern und ca. 1.500 Ausbildungsplätzen Hamburgs zweitgrößte Bildungseinrichtung. Umsatz 2009: 35,5 Mio. €. Alleiniger Gesellschafter: Stadt Hamburg. Träger u.a.: Deutsche Rentenversicherung, Arbeitsagenturen, Berufsgenossenschaften.


Autor / Kontakt:
PresseContor im Alten Land
Herr Hergen Riedel
21720 Steinkirchen

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