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Reparaturen werden zukünftig günstiger
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11.10.2010, 00:00 Uhr, Auto & Verkehr
Bei der Reparatur von Karosserieschäden setzt BMW jetzt auf innovative Hybrid-Fügetechnik - Kleben und Nieten an häufig beschädigten Karosserieteilen. Gegenüber dem bisher üblichen Reparaturverfahren, bei dem das beschädigte Karosserieteil durch Schweißen ersetzt wurde, ergeben sich viele Vorteile für den KfZ-Meister und den Kunden.
Besserer Schutz vor Rost
Diese bestehen vor allem aus einem deutlich verbesserten Korrosionsschutz und einer Reduzierung des Montageaufwands, was natürlich eine Senkung der Reparaturkosten für den Kunden bedeutet. Die neue Hybrid-Fügetechnik wird jetzt weltweit bei allen aktuellen Modellen der Marken BMW und MINI eingesetzt. In diesem Umfang ist diese Technik in der Automobilbranche völlig neu, sie soll Maßstäbe für Effizienz und Qualitätsorientierung setzen. Die Fügetechnik durch Kleben und Nieten der Fahrzeugstruktur, sowie der Karosserie wird bei den hinteren Seitenwänden, den vorderen Radhäusern, der Dachaußenhaut, dem Heckabschlussblech, dem Gepäckraumboden, dem Motorträger und den vorderen Stützträgern eingesetzt. Die für jedes Ersatzteil definierten Karosserieklebstoffe und Nietelemente gewährleisten eine präzise Einpassung und eine strukturfeste Verbindung zwischen dem bestehenden Karosseriebereich und dem Ersatzteil.
Kürzere Reparaturzeiten
Mit der neuen Fügetechnik werden die höchsten Anforderungen an die Qualität der Instandsetzung erfüllt und zugleich die unerwünschten Nebeneffekte der konventionellen Schweißtechnik vermieden. Schweißspritzer und Funkenflug sowie Verformungen durch Hitzeeinwirkung gehören ab sofort der Vergangenheit an. Da eine Vorbehandlung des Blechs in der Regel nicht notwendig ist, bleibt der bei der Herstellung der Karosserieelemente aufgebrachte Korrosionsschutz aus der so genannten kathodischen Tauchlackierung und der Verzinkung weitgehend erhalten. Beim Kleben entsteht zudem eine vollflächige Verbindung am Flansch der Karosserieelemente, die keinen Angriffspunkt für Korrosion bietet. Zudem können durch das Kleben und Nieten auch unterschiedliche Materialien wie Stahl, Aluminium und Kunststoff miteinander einfach verbunden werden. Die Kombination bei der Fügetechniken sorgt für eine hohe Festigkeit einschließlich eines harmonischen Krafteintrags im Crashfall, also einer gleichmäßigen Verteilung der Kräfte, wie bisher.
Die Zeitersparnis ergibt sich vor allem durch den verringerten Rüst- und Montageaufwand. Im Vergleich zum herkömmlichen Instandsetzungsverfahren mittels Schweißen entfällt z.B. die Demontage des Kraftstofftanks. Aufgrund der sehr sauberen Arbeitsabläufe fällt auch der Aufwand für das Abdecken von Fahrzeugteilen im Reparaturbereich erheblich geringer aus. Für den Austausch einer hinteren Seitenwand bei aktuellen Modellen ist so eine Zeitersparnis von rund acht Stunden drin.
Autor: Gerolf Ermisch
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